Die Strassenkommission hat sich vorgenommen, mögliche Tempo-30-Zonen quartierweise anzugehen. Vorgängig soll jeweils die Stimmung in den jeweiligen Quartieren abgeholt werden. Rund 60 der über 400 eingeladenen Wallenwiler folgten der Einladung zur Information und Diskussion über die mögliche, flächendeckende Tempo-30-Zone in Wallenwil. Während vor einem Jahr die Eschliker Oberdörfler die 30er-Zone in ihrem Quartier sehr begrüsste, waren nun in Wallenwil skeptische Stimmen zu hören.

Es wurde darauf verwiesen, dass das Problem hausgemacht sei, sprich die Verkehrssünder Einheimische seien. Der Appell an die Eigenverantwortung war mehrmals zu hören. Zudem wurde festgestellt, dass in der Vergangenheit sehr wenige Unfälle in Wallenwil zu verzeichnen waren.

Kreuzung beim Schulhaus gibt zu reden

Nebst den kritischen Stimmen machten sich allerdings auch Befürworter der Geschwindigkeitsreduktion für die präsentierten Massnahmen stark. Dies ging sogar so weit, dass eine Erweiterung der 30er-Zone vorgeschlagen wurde. Ein Grossteil der Besucher konnte nicht nachvollziehen, weshalb die Mettlenstrasse nicht in die verkehrsberuhigte Zone vorgesehen ist. Anscheinend schrecken auch die bei einer Integration notwendigen Vertikalversätze (sogenannte Berliner Kissen) die Befürworter nicht ab. Diese baulichen Massnahmen waren für die Kommission der Grund für Nicht-Berücksichtigung in die 30er-Zone, zumal die Mettlenstrasse eher breit ist und über ein Trottoir verfügt.

Zu reden gab auch die Kreuzung beim Schulhaus. Die im Konzept vorgesehenen Markierungsänderungen wurden eher kritisch entgegengenommen.

Auflage frühestens im Frühling

Der Strassenkommission hat nun die Aufgabe, die richtigen Schlüsse aus der Diskussion zu ziehen und zu entscheiden, ob und wenn überhaupt, welche Massnahmen vorgesehen werden sollen. Dieser Entscheid wird voraussichtlich im Februar gefällt, wie die Gemeinde Eschlikon mitteilt. Eine allfällige, öffentliche Auflage ist somit frühestens im Frühling 2020 möglich. (gk/red)