Die Einführung von Tempo-30 Zonen ist eine komplexe Sache, doch für die Sicherheit Aller, insbesondere für die kleinsten Verkehrsteilnehmer, sollte eigentlich alles dafür unternommen werden, jeden einzelnen Unfall, wenn irgendwie möglich, zu verhindern. Es darf selbstredend nur der Aspekt der Sicherheit geltend gemacht werden, doch zahlreiche Fischingerinnen und Fischinger stören sich an den damit verbundenen Verlangsamungsmassnahmen. Denn, so schreibt es das Gesetz vor, müssen in 30er Zonen zwingend bauliche Massnahmen errichtet werden, damit die Motorfahrzeuge abbremsen müssen. Dies können seitliche Fahrbahnverengungen sein, oder sogenannte «Berliner Kissen». Zweitgenannte sind in der Gemeinde keine Unbekannte, so sind schon vor längerer Zeit auf der Ortsdurchfahrt Vogelsang zwei solche Erhöhungen erbaut worden. Gemeinderat Elmar Stillhart, Ressort Verkehr, weiss zudem, dass der Bau eines «Berliner Kissens» zwischen 5000 Franken und 6000 Franken kosten wird.


Nach den Messungen ist vor der Planung

An mehreren Orten wurden unlängst Tempomessungen vorgenommen. Schon vorher meldeten sich zahlreiche Einwohner bei der Behörde und machten darauf aufmerksam, dass sie das Bedürfnis einer 30er Zone haben. In Zusammenarbeit mit Verkehrsplaner Markus Schoch, erarbeitete der Gemeinderat ein Konzept und zur Vorstellung ihrer Planungsarbeit strömten am vergangenen Donnerstagabend rund 50 Interessierte in die Hörnlihalle; was schlussendlich daraus resultierte, waren emotionale Diskussionen, in welchen aber kaum das Wort «Sicherheit» gefallen ist. Vielmehr stört es die Anwohner, welche an den Standorten der geplanten Errichtungen von «Berliner Kissen» wohnen, dass die Lärmemission höher sein wird. «Stellt euch die Traktorfahrer vor, wenn die mit leeren Anhängerzügen über diese Kissen brettern, dann wackelt mein Haus», sagte eine Betroffene. «Ebenso schlimm sind die Lastwagen, auch diese nehmen, wie die Autofahrer, kaum Rücksicht auf uns», legte ein zweiter Votant nach. Nun denn, dieses Konzept steckt wahrhaftig noch in den Kinderschuhen, lobenswert ist sicherlich das Vorgehen der Behörde, denn mit solchen Informationsveranstaltungen werden die Meinungen der Steuerzahler abgeholt. Es aber schlussendlich allen recht zu machen wird kaum möglich sein. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht. Geplant ist, an der Gemeindeversammlung im Herbst einen Kredit, in der Höhe von rund 90'000 Franken sprechen zu können, damit Tempo 30 in Quartieren errichtet werden kann. Anregungen, Inputs, Ideen und Vorschläge nimmt der Gemeinderat bis dahin natürlich noch entgegen.

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In den rot eingefärbten Quartieren werden 30er Zonen geplant.