Im Uzwiler Blatt beruft sich die Behörde auf die von der Beratungsstelle für Unfallverhütung gemachten Erfahrungen: «Die reduzierte Geschwindigkeit vermindert den quartierfremden Durchgangsverkehr, führt zu ruhigerem Fahrverhalten und erhöht die Sicherheit. Anzahl und Schwere von Unfällen nehmen ab, die Schulwege werden weniger gefährlich und die langsameren Verkehrsteilnehmer fühlen sich sicherer».

Der Gemeinderat Uzwil sieht diese Erfahrungen in den bisher verwirklichten Tempo-30-Zonen bestätigt. Und er zieht daraus den Schluss, solche Zonen auch in den Aussendörfern Oberstetten, Niederstetten und Algetshausen zu realisieren. Aus Oberstetten liegt eine diesbezügliche Forderung bereits vor. Eine Signaltafel anzubringen und Tempo 30 auf der Fahrbahn zu malen, wäre keine grosse Sache. Das würde aber  meist nicht die gewünschte Wirkung haben. Vor der Realisierung ist ein aufwendiges Prozedere nötig.

Sicherheitsdefizite nachweisen

Tempo-30-Zonen können von der Gemeinde nicht willkürlich festgelegt werden. In den vorgesehenen Gebieten müssen Sicherheitsdefizite detailliert erfasst und zwingend beseitigt werden. Schliesslich muss sich der Strassenraum in der Zone so präsentieren, dass er sicher ist. Dazu gehört auch, dass es weitgehend nicht mehr möglich ist, schneller als 30 zu fahren. Auch ohne Signalisation. Die Kantonspolizei gibt erst grünes Licht, wenn diese Nachweise erbracht worden sind. Die notwendigen baulichen Massnahmen und die beruhigenden Elemente stossen dann oft auf Kritik der Anstösser.


Im Zentrum geht’s vorwärts

Uzwil will auch im Jahre 2021 weitere Tempo-30-Zonen verwirklichen. Zwei Zonen sind rechtskräftig und warten auf ihre Umsetzung: Die Zone im Uzwiler Zentrumsgebiet umfasst die Teilgebiete Konsumstrasse-Birkenstrasse-Dammstrasse, Erlenstrasse-Konsumstrasse und Schützenstrasse-Florastrasse-Schützenwiesweg. Auch die Tempo-30-Zone Thuraustrasse in Henau soll 2021 realisiert werden.