Im Stadio Riva IV gab es beim Spiel gegen Wil gratis Pasta für alle Matchbesucher. Es waren nicht die einzigen Geschenke, welche die Tessiner verteilten. Knapp zwölf Minuten waren gespielt, als ihr Routinier Antoine Rey in der neutralen Zone zu einer völlig unnötigen und übertrieben harten Intervention gegen Silvio ansetzte. Das Verdikt «direkter Platzverweis» war so eindeutig, dass nicht einmal die temperamentvollen Tessiner Zuschauer protestierten.

Weitere Geschenke verteilte Chiassos Goalie Anthony Mossi – und zwar wiederholt. Bei beiden Wiler Toren in der zweiten Halbzeit machte er eine schlechte Figur. Den Wiler Führungstreffer nach einer Stunde erzielte Nias Hefti aus beträchtlicher Distanz von deutlich ausserhalb des Strafraums. Sein Schuss war zwar platziert, aber nicht scharf. Trotzdem kullerte der Ball flach in die rechte Eckes des Tores. Noch deutlicher war die Unzulänglichkeit beim zweiten Tor der Gäste. Völlig unbedrängt hatte Mossi in der eigenen Platzhälfte den Ball und konnte sich aussuchen, wohin er diesen spielen wollte. Der einstige Chiasso-Spieler Sergio Cortelezzi roch den Braten und sprang in den Ball. Dieser gelangte vom Rücken des eingewechselten Wiler Angreifers zu Silvio. Dieser wurde vom einstigen Wiler Adonis Ajeti zwar noch leicht bedrängt, hatte aber das leere Tor vor sich und traf mit einem Lupfer zum 2:0.

Fehlende Effizienz rächt sich nicht
So gastfreundlich die Tessiner auch waren: Den Erfolg nur darauf oder auf Wiler Glück zu schieben, wäre falsch. Denn die Ostschweizer zeigten einen abgeklärten und geduldigen Auftritt. Sie wurden auch nicht nervös, als der längst fällige Führungstreffer aufgrund unzureichenden Effizienz nicht schon vor der Pause fallen wollte. Spätestens zur Halbzeit hätten die Wiler führen müssen. Jedoch landete ein Abschluss von Hefti bereits nach gut drei Minuten am Pfosten, Ivan Audino sah seinen Versuch vor dem leeren Tor von Bruno Martignoni geklärt und bei einer Dreifachchance vergaben gleich mehrere Wiler.

Auch nach dem Seitenwechsel waren die Ostschweizer das bessere Team und avancierten zum verdienten Sieger. Zahlen sprechen in diesem Spiel Bände: Das Schussverhältnis lautete 19:3 für die Wiler. Den Corner-Vergleich entschieden sie mit 12:1 für sich. Zudem hatten sie fast 60 Prozent Ballbesitz. Und das in einem Auswärtsspiel. Man bekam nie das Gefühl, dass Chiasso in die Partie finden würde. Die Wiler hatten Spiel und Gegner jederzeit im Griff. Die Gastgeber besassen nur jeweils in der ersten Minute jeder Halbzeit eine Torchance.

Schon mehr Punkte als in der vergangenen Saison zu Weihnachten
«Es war ein hochverdienter Sieg, aber auch ein schwer erarbeiteter. Das einzige, was man bemängeln muss, ist die Chancenverwertung. Wir hätten schon in der ersten Halbzeit drei Tore erzielen müssen», sagte Wils Trainer Konrad Fünfstück. Es war der erste «Dreier» in dieser Saison in einem Auswärtsspiel. Der Bergholz-Klub ist nun mindestens drei Wochen lang erster Verfolger von Leader Lausanne-Sport. So lange ruht nämlich der Meisterschaftsbetrieb wegen der Nationalmannschaft und den Cup-Sechzehntelfinals.

Die Zahlen nach dem ersten Meisterschafts-Sechstel sind beeindruckend: Von den sieben Pflichtspielen ging nur eines verloren. Seit nun mehr fünf Partien sind die Wiler unbesiegt und haben dabei nur zwei Gegentore zugelassen. Nach einem Drittel der Hinrunde haben die Äbtestädter bereits zwei Punkte mehr auf dem Konto als in der vergangenen Saison zur Winterpause. «Diese 13 Zähler hätte uns vor Saisonbeginn niemand zugetraut. Das darf uns ein bisschen stolz machen. Jedoch müssen wir auch die nächsten Aufgaben mit der nötigen Demut angehen», sagte Fünfstück.

Hier sind die wichtigsten Szenen des Spiels FC Chiasso - FC Wil: (Quelle: www.sfl.ch)

 

FC Chiasso – FC Wil 1900 0:2 (0:0)

Riva IV: 600 Zuschauer. – Sr: Schärli.

Tore: 60. Hefti 0:1. 71. Silvio 0:2.

FC Chiasso: Mossi; Gennari, Martignoni, Ajeti, Belometti; Malinowski (16. Charlier), Kabacalman (85. Bahloul), Rey, Padula (66. Adamczyk); Josipovic (76. Carvalho), Milinceanu.

FC Wil 1900: Kostadinovic; Rahimi, Havenaar, von Niederhäusern; Gonçalves (93. Herrmann), Zé Eduardo (90. Gasser), Lombardi, Schäppi (77. Schällibaum); Hefti (67. Cortelezzi); Audino, Silvio.

Bemerkungen: Chiasso ohne Chitchanok, Guarchadi, Guidotti, Musto (verletzt), Batista, Alessandrini und Delli Carri (nicht im Aufgebot). Wil ohne Djordjevic, Muslin, Gülünay, Beka, Herter, Hoxha, Savic, Scholz und Sadiku (nicht im Aufgebot). – Pfostenschuss: 4. Hefti. – Platzverweis: 12. Rey (Foul an Silvio). – Verwarnungen: 11. Zé Eduardo (Foul). 62. Charlier (Foul). 68. Gennari (Foul). 81. Gonçalves (Foul).

Hier sind die Stimmen zum Spiel FC Chiasso - FC Wil: (Quelle: www.fcwil.ch)

 

Hier der Liveticker vom Spiel FC Chiasso - FC Wil zum Nachlesen:

Das soll's gewesen sein aus dem Südtessin. Den nächsten Liveticker gibt es in knapp zwei Wochen am 15. September vom Cup-Auswärtsspiel gegen den FC Wohlen. Vielen Dank für das Interesse und bis bald auf www.hallowil.ch.

Nun ruht der Meisterschaftsbetrieb für drei Wochen. Zuerst ist die Nationalmannschaft dran. Dann spielen die Wiler im Cup-Sechzehntelfinal am 15. September, 17.30 Uhr, auswärts gegen den Promotion-League-Vertreter FC Wohlen. Zeigen die Wiler einen ähnlich abgeklärten Auftritt, ist auch dort mit einem Sieg zu rechnen. Danach kommt es am 22. September, 17.30 Uhr, in der IGP-Arena zum überraschenden Spitzenspiel in der Challenge League. Es lautet FC Wil gegen FC Rapperswil-Jona. Oder anders formuliert: Zweiter gegen Dritter.

Dieses Spiel hat gezeigt, das die Wiler trotz ihres jugendlichen Alters schon eine reife Mannschaft stellen. In Überzahl spielend liessen sie sich nicht verunsichern, als der Führungstreffer nicht gleich viel. Mit kontrollierter Offensive näherten sich die Äbtestädter dem Führugnstor an. Das zweimal Chiassos Goalie Mossi half, mag zwar glücklich sein. Die Wiiler hatten aber genügend Chancen, um auch sonst zu treffen. Alles in allem war es eine abgeklärte Leistung, welche die Wiler zurück auf Platz zwei bringt. Sie haben nun schon zwei Punkte mehr gewonnen als in der vergangenen Saison zur Winterpause.

Die Wiler Spieler bedanken sich beim mitgereisten Anhang. Es sind deutlich mehr Spieler als Fans.

Schlusspfiff im Riva IV: Der FC Wil besiegt den FC Chiasso absolut verdient mit 2:0. Hefti und Silvio erzielen die beiden Tore nach der Pause.

93. Minute: Der FC Wil wechselt ein letztes Mal: Gonçalves geht raus und macht Herrmann platz.

92. Minute: Das läuft auf einen souveränen Sieg für die Wiler raus.

91. Minute: 4 Minuten Nachspielzeit beginnen ab jetzt zu laufen.

90. Minute: Nächster Wechsel bei Wil. Zé Eduardo geht raus. Cédric Gasser kommt noch zu ein paar Minuten Spielpraxis.

89. Minute: Chiasso versucht es nochmals: Freistoss von Bahloul in den Strafraum. Belometti verlängert. Carvalho versucht es mit einem Fallrückzieher, verfehlt aber den Ball.

87. Minute: Nächste gute Chance für Wil: Abschluss von Audino im Strafraum. Jedoch kann Chiassos Martignoni noch zum Corner klären. Dieser bringt dann keine Gefahr.

86. Minute: Es müsste hier schon mit dem Teufel zugehen, wenn die Wiler den ersten Auswärtssieg noch vergeigen. Nicht zu vergessen: Die Gäste sind schon lange in Überzahl. Das muss einfach reichen.

85. Minute: Letzter Wechsel bei Chiasso: Bahloul kommt rein und ersetzt Kabacalman.

83. Minute: Zwei gute Chancen in einer Aktion für die Wiler: Cortelezzi geht über rechts durch. Er flankt auf Lombardi. Jedoch wird der Winkel sehr spitz. Trotzdem hätte es wohl gereicht, wenn Mossi nicht da gewesen wäre. Den Nachschuss setzt Silvio aus rund elf Metern dann aber doch deutlich drüber.

82. Minute: Ein Freisatösschen von Chiasso. Zentral vor dem Tor versucht es der eingewechselte Carvalho. Der Abschluss ist aber bezeichnend für die offensive Harmlosigkeit der Tessiner. Zentral aufs Tor getreten und somit kein Problem für Kostadinovic.

81. Minute: Nun wird Wils Gonçalves verwarnt, weil er den Fuss drüber gehalten hat.

79. Minute: Da hat Charlier Glück, dass er nicht ebenfalls ausgeschlossen wird. Bereits verwarnt, schlägt er den Ball weg. Das hätte man mit Gelb und somit Gelbrot ahnden können.

78. Minute: Während Gennari verletzt gepflegt werden muss, wechselt auch Wil nochmals: Schäppi macht Schällibaum platz.

76. Minute: Chiasso wechselt nochmals. Josipovic geht raus und macht Carvalho platz.

74. Minute: Obwohl der Chiasso-Goalie bei beiden Toren schlecht aussah, ist die Führung mehr als nur verdient: Aktuell lautet das Schussverhältnis 16:2 für Wil. In Worten: Sechzehn zu zwei. Und das in einem Auswärtsspiel.

73. Minute: 600 Zuschauer sind heute dabei. Das hebt den Durchschnitt übrigens leicht an.

71. Minute: TOOOOOOOOOOOOOOR FC Wil durch Silvio zum 0:2. Auch hier sieht Mossi ganz schlecht aus. Bei einem Befreiungsschlag trifft er Cortelezzi. Von dort gelangt der Ball zu Silvio, der das leere Tor vor sich hat und mit einem Lupfer sicher trifft. War's das schon?

70. Minute: Eine Reaktion von Chiasso ist seit dem Wiler Tor nicht ersichtlich. Die Wiler bleiben am Drücker und sind dem 2:0 näher als die Tessiner dem Ausgleich. Klar aber ist: Solange es nur 1:0 steht, lebt Chiasso.

69. Minute: Kuriose Szene: Audino spielt bei einem Corner einen Doppelpass mit Schiedsrichter Schärli. Der Wiler Stürmer schlenzt den Ball dann knapp hinter das Tor.

68. Minute: Verwarnung gegen Gannari von Chiasso nach einem Foul an Cortelezzi.

67. Minute: Nun wechselt auch Wil ein erstes Mal: Torschütze Hefti geht raus. Für ihn kommt Cortelezzi.

66. Minute: Zweiter Wechsel bei Chiasso Padula macht Adamczyk platz.

64.Minute: Die Wiler bleiben dran: Hefti spielt einen Ball von links zur Mitte, jedoch in den Rücken von Silvio. So kann Martignoni klären.

62. Minute: Chiassos Einwechselspieler Charlier wird nach einem Foul an Hefti in der neutralen Zone verwarnt.

61. Minute: TOOOOOOOOOOOOOOOR FC Wil durch Nias Hefti zum 0:1. Ein Wiler Konter. Hefti und Silvio im Doppelpass. Dann schliesst Hefti aus über 20 Metern flach ab und trifft in die rechte Ecke. Der Ball schien aber alles andere als unhaltbar. Mossi hat heute nicht seinen besten Tag.

58. Minute: Ein nächster Wiler Corner kann geklärt werden. Lombardi versucht es dann noch aus der Distanz. Das ist aber mehr ein Schüsschen und für Mossi keine Gefahr.

56. Minute: Nach einem Wiler Corner von rechts verlängert Havenaar per Kopf zu von Niederhäusern, der am zweiten Pfosten zum Abschluss kommt. Jedoch klärt Kabacalman auf der Linie. Das war die nächste Wiler Grosschance, die liegenbleibt.

54. Minute: Da muss Kostadinovic aus seinem Kasten kommen. Chiassos Rumäne Milinceanu wäre sonst frei zum Abschluss gekommen. Der Wiler Goalie ist aber hellwach.

52. Minute: Dieses Chiasso müsste ganz einfach zu packen sein. Unter Druck gesetzt, kommen da weiterhin einige Fehler der Tessiner.

50. Minute: Rahimi flankt von rechts. Schäppi kommt in der Mitte aber knapp nicht an den Ball. Keine Gefahr.

48. Minute: Havenaar musste kurz gepflegt werden. Es geht aber weiter für den Wiler Abwehr-Turm.

46. Minute: Wie schon in Hälfte eins kommt Chiasso bereits nach wenigen Sekunden zum ersten Abschluss: Padula versucht es aus rund 30 Metern Distanz. Da muss Kostadinovic ein erstes Mal so richtig eingreifen und kann zur Flugshow ansetzen. Dieser Ball hätte wohl gepasst.

46. Minute: Und weiter geht's - ohne weitere Wechsel. Wann fällt hier der erste Treffer?

Gleich geht es weiter im Südtessin. Bleiben Sie dran.

Aus Wiler Sicht ist die Herausforderung, die richtige Balance zwischen Angriff und Defensive zu finden, um dem Gegner nicht ins offene Messer zu laufen. Klar aber ist: Chiasso stellt alles andere als eine Übermannschaft, die selbst mit 11 gegen 11 zu besiegen sein müsste. Also müssen drei Punkte schlicht und einfach das Ziel sein. Punkt. Oder eben: Punkt, Punkt, Punkt.

Zwischenfazit: Der FC Wil müsste hier längst führen: 8:1-Schüsse für Wil, 5:1-Corner für Wil, 63 Prozent Ballbesitz für Wil. Einzig das teilweise fahrlässige Auslassen der Torchancen verhinderte eine Wiler Führung. Allein Hefti mit dem frühen Pfostenschuss und dann vor allem Audino kurz vor der Pause hätten die Gäste zwingend in Führung bringen müssen.

Pausenpfiff im Riva IV: In der ersten Halbzeit fallen zwischen Chiasso und Wil keine Tore.

44. Minute: Dann müsste das 1:0 für die Wiler fallen: Nach einem abermals schwach geklärten Ball von Mossi muss Audino aus rund 6 Metern nur noch einschieben. Jedoch bringt Martignoni noch den Fuss dazwischen. Den dürfte man auch machen.

42. Minute: Die Sache wird hitziger. Wie immer schaffen es die paar wenigen Zuschauer hier, einiges an Agression ins Spiel zu bringen. Auch klare und richtige Entscheide des Schiedsrichters werden lautstark kommentiert. Es lebe der Altherren-Fussball im Südtessin.

40. Minute: Nun gibt es Corner für Wil. Dieser ist aber dem Einwurf schliesslich näher als einer Torchance.

39. Minute: Freistoss für Wil: Halblinks, rund 25 Meter Distanz. Wird aber von Ajeti geklärt.

36. Minute: Dann wollen sie hier eine Tätlichkeit an Josipovic gesehen haben. In Tat und Wahrheit sind Havenaar und Josipovic einfach ineinander gelaufen. Weiter geht's zurecht ohne Konsequenzen.

33. Minute: Die Abwehr von Chiasso wirkt alles andere als sattelfest. Da sind zum Teil gröbere Unzulänglichkeiten dabei, wenn die Wiler etwas Druck aufsetzen. Vor allem Goalie Mossi offenbart doch fussballerische Schwächen.

32. Minute: Dann mal wieder Wil: Audino bringt einen Freistoss-Ball von rechts zur Mitte. Die Situation wird geklärt. Beinahe wäre aber Hefti noch an den Ball gekommen. Beinahe.

31. Minute: Die rote Karte gegen Chiasso hat einen Bruch im Spiel zur Folge. Im Spiel der Wiler. Erstaunlich. Es bleibt aber noch viel Zeit.

30. Minute: Zé Eduardo muss auch aufpassen, dass er nicht vorzeitig fliegt. In der Platzhälfte von Chiasso begeht er - bereits verwarnt - ein Foul, kommt aber ohne Ampelkarte davon.

29. Minute: Die Zuschauerzahl ist bekannt - zumindest, was die Gäste Betrifft: 7 Fans, CEO Benjamin Fust, ein Fotograf und zwei Journalisten.

27. Minute: Chiasso zeigt sich erneut offensiv. Doch ein Freistoss von links aus dem Halbfeld von Charlier ist eine sichere Beute für Wils Goalie Kostadinovic.

24. Minute: Die Hälfte der ersten Hälfte ist rum: Seit dem Platzverweis tun sich die Wiler eher schwerer. Chiasso hat sich nun auf das Motto "Safety First" verständigt.

23. Minute: Wirklich Gefahr bringt dieser Eckball aber nicht ein.

23. Minute: Dann gibt es den ersten Corner für Chiasso. Unnötigerweise verursacht von Zé Eduardo nach einem Freistoss aus dem Halbfeld.

20. Minute: Chiasso hat nun effektiv taktisch umgestellt. Aus einem 4-4-2-System ist ein 4-4-1 geworden. Einziger Chiasso-Stürmer ist nun Josipovic.

18. Minute: Nun ist Wil natürlich deutlich in der Favoritenrolle. Alles andere als ein Auswärtssieg müsste als Enttäuschung gewertet werden. Handkehrum wird nun Chiasso nichts mehr zu einem konstruktiven Spiel beitragen.

16. Erster Wechsel bei Chiasso: Malinowski geht raus. Charlier kommt für ihn rein. Ein taktischer Wechsel.

15. Minute: Was für eine Parade von Mossi. Der Abschluss von Hefti von der Strafraumgrenze hätte genau in den rechten Winkel gepasst. Doch Mossi kann in extremis zum Corner klären. Dieser bringt dann nichts ein.

14. Minute: Somit ist Chiasso wieder früh in Unterzahl. Das war schon beim letzten Wiler Auftritt hier in Chiasso im vergangenen Februar so. Damals flog Cvetkovic bereits in der 3. Minute vom Feld. Wil siegte schliesslich 1:0. Ein gutes Omen?

12. Minute: Platzverweis gegen Chiasso! Es trifft Leithammel Rey nach einem rüden Einsteigen gegen Silvio nahe der Mittelinie. Da protestieren nicht mal die heissblütigen Tessiner Zuschauer. Wil nun also in Überzahl.

11. Minute: Die erste Verwarnung geht an einen Wiler. Es trifft Zé Eduardo noch einem taktischen Foul im Halbfeld.

9. Minute: Wieder Wil: Nach einer Schäppi-Flanke greift Mossi daneben. Von Niederhäusern kann aber nicht profitieren und die Szene versandet.

5. Minute: Und wieder ist Wil sehr, sehr, sehr nahe am Führungstor. Und dies gleich mehrfach: Gehen wir das mal durch: Schäppi kommt über links. Er legt quer zu Audino, der am Elfmeter-Punkt ganz frei zum Abschluss kommt, jedoch genau Mossi trifft. Der Ball fällt am Strafraumrand Lombardi vor die Füsse. Dessen Abschluss wird geblockt. Havenaar kommt dann in guter Position zum Abschluss, schiesst aber knapp am Tor vorbei. Allein in dieser Szene hätte mindestens ein Tor herausschauen müssen.

4. Minute: Pfostenschuss Hefti!!! Von dort prallt der Ball an den Rücken von Goalie Mossy, von wo der Ball in den Corner kullert. Vorausgegangen war ein deftiger Fehlpass der Gastgeber.

1. Minute: Bereits ist der erste Abschluss Tatsache. Er gehört den Gastgebern. Gennari versucht es aus mindestens 20 Metern Distanz und halbrechter Position. Sein Versuch geht ganz knapp links am Pfosten vorbei.

1. Minute: Das Spiel ist freigegeben. Viel Spass mit FC Chiasso - FC Wil.

Die Mannschaften sind da. In Kürze geht es los.

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Das Spiel wird geleitet von 30-jährigen Schiedsrichter David Schärli aus dem luzernischen Oberkirch.

Ein spezieller Tag ist es für Mechthild Rutschmann vom Medical Staff, also der medizinischen Abteilung. Sie hat heute nach über 19 Jahren beim FC Wil ihren letzten Einsatz. Eine Umstrukturierung im medizinischen Bereich hat sie zur Kündigung bewogen (Hallowil.ch hat exklusiv berichtet).

Die Wiler sind, wie schon letzten Sonntag in Luzern, komplett. Trainer Konrad Fünfstück hat sich für folgende Startformation im gewohnten 3-4-1-2-System entschieden. Im Tor beginnt Kostadinovic. Die Verteidigung bilden von rechts nach links Rahimi, Havenaar und von Niederhäusern. Im Mittelfeld sind von rechts nach links Gonçalves, Zé Eduardo, Lombardi und Schäppi im Einsatz. Hängende Spitze ist Hefti. Das Sturmduo bilden Audino (rechts) und Silvio. Im Vergleich zum Kriens-Spiel rücken Hefti und Audino in die Stammformation. Dies auf Kosten von Breitenmoser und Cortelezzi.

Bei prima äusseren Bedingungen – wolkig und rund 23 Grad warm – sind mittlerweile die Mannschaftsaufstellungen bekannt. Der FC Chiasso, der seit dieser Saison vom ehemaligen Wiler Innenverteidiger Alessandro Mangiarratti trainiert wird, beginnt mit Mossi im Tor. Zudem spielen im 4-4-2-System Kabacalman, Josipovic, Belometti, Martignoni, Gennari, Malinowski, Rey, der ex-Wiler Adonis Ajeti, Milinceanu und Padula.

Zwei formstarke Teams treffen aufeinander. Hier der FC Chiasso, der trotz eines abermaligen Umbruchs im Kader die letzten drei Pflichtspiele gewonnen hat. Dort die Wiler, die in den letzten vier Pflichtspielen unbesiegt geblieben sind. Allerdings haben die Äbtestädter auswärts in dieser Challenge-League-Saison bisher noch nicht gewonnen – und selber auch noch kein Tor erzielt. Der einzige Treffer auf des Gegners Platz war am vergangenen Sonntag ein Krienser Eigentor von Dominic Schilling.

Man hört hier noch fast das Dröhnen der Motoren aus dem nahen Monza, wo heute der Formel-1-GP über die Bühne rollt. Das ist natürlich das vorherrschende Thema. Wir konzentrieren uns aber voll auf Fussball.

Die Reisezeit beim FC Wil geht weiter: Nachdem an den vergangenen beiden Wochenenden die Destinationen Henau und Luzern angesteuert worden waren, hat der Bus mit den FC-Wil-Spielern heute hinter der Haupttribüne des Stadio Riva IV in Chiasso parkiert. Herzlich willkommen zum heutigen Challenge-League-Spiel zwischen dem FC Chiasso und dem FC Wil. Simon Dudle ist für Sie in der Sonnenstube und tickert durch den Nachmittag. Um 16 Uhr geht es los.

Lesen Sie hier die Vorschau auf das Spiel FC Chiasso - FC Wil:

Es ist für die Äbtestädter das dritte von vier Auswärtsspielen hintereinander. Der FC Wil hat sich vorgenommen, diese Phase unbesiegt zu überstehen. Bis jetzt ist er auf Kurs. Auf einen 3:0-Cup-Erfolg beim FC Uzwil liess er in der Meisterschaft ein 1:1 in Luzern gegen den SC Kriens folgen. Bevor am 15. September ein weiteres Cup-Auswärtsspiel beim Promotion-League-Vertreter FC Wohlen ansteht, unternehmen die Wiler als nächstes eine ausgedehnte Busfahrt nach Chiasso. Dort wird am Sonntagnachmittag so ziemlich jeder über Formel 1 reden – und nicht über Fussball. Im nahen Monza findet dann der Grand-Prix von Italien statt. Verbindend kann festgehalten werden, dass sowohl in Monza wie auch in Chiasso alle möglichst schnell auf Touren kommen wollen.

Die Ausgangslage:
Es treffen zwei formstarke Teams aufeinander, die beide ihre letzten drei Pflichtspiele nicht verloren haben. Während die Wiler im ganzen August keine Niederlage bezogen haben, hat sich zuletzt auch der FC Chiasso in der Saison angemeldet. Nach anfänglich drei Startniederlagen wurden die Meisterschaftsspiele gegen Schaffhausen und Aarau je mit 2:1 gewonnen. Dazu kam ein 7:0-Erfolg im Cup gegen den FC Bellach aus der 2. Liga regional. Aufgrund der inferioren Auftritte des FC Aarau hat dies bereits genügt, um die Wolken aus dem Südtessin zu verblasen. Der Vorsprung auf die Abstiegszone beträgt bereits sechs Punkte. Es ist es aber doch der Vergleich zwischen dem Dritten aus der Ostschweiz und dem Zweitletzten aus dem Tessin. Um Rang zwei und somit den Barrage-Platz von Rapperswil-Jona zurückzuerobern, braucht der FC Wil im Südtessin drei Punkte.

Die Chiassesi:
Von vielen wurde und wir der FC Chiasso als Abstiegskandidat Nummer eins gehandelt. Einmal mehr wurde das Kader fast komplett umgebaut. Auf der Seite des Schweizerischen Fussballverbandes sind bei den Tessinern diesen Sommer 14 Zuzüge und 16 Abgänge gelistet – Trainerteam nicht inbegriffen. Auch hier hat es eine Änderung gegeben. Alessandro Mangiarratti wechselte vom Tessiner Fussballverband zum FC Chiasso und übt nun sein erstes Traineramt im Schweizer Profifussball aus. Mangiarratti ist in Wil ein positiv beschriebenes Blatt. Zwischen 2001 und Anfang 2004 spielte der Innenverteidiger auf dem Bergholz und stieg mit den Wilern in die damalige Nationalliga A auf. Für Chiasso, das aktuell mit 13 Gegentoren die schlechteste Defensive der Liga stellt, kann das einzige Saisonziel Klassenerhalt lauten – und bei durchschnittlich rund 500 Zuschauern das wirtschaftliche Überleben.

Die Wiler:
Zuletzt in Luzern gegen Kriens haben die Äbtestädter «nicht unser bestes Spiel abgeliefert», wie Aussenverteidiger Nick von Niederhäusern sagt. Trotzdem nahmen Ostschweizer einen Punkt mit. Dies ist ein Indiz, dass die Mannschaft gewachsen ist. Die Wiler dürfen mit breiter Brust nach Chiasso reisen, auch wenn sie auswärts in dieser Saison in der Meisterschaft noch sieglos sind und selber noch keinen Treffer erzielt haben. Gibt es einen Punkt, haben die Wiler schon gleich viele Zähler auf dem Konto wie in der vergangenen Saison zur Winterpause – und dies nach einem Drittel der Hinrunde. Trainer Konrad Fünfstück sagt: «Wir erwarten mit dem FC Chiasso ein robustes und physisch starkes Team, das in den vergangenen beiden Spielen überzeugen konnte. Entscheidend wird sein, dass wir im Tessin gut geordnet auftreten und uns in den Zweikämpfen durchsetzen können.»

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"Wir haben zuletzt in Luzern nicht unser bestes Spiel gezeigt, wollen aber immer gewinnen", sagt Wils Verteidiger Nick von Niederhäusern.

Die Kartensammler:
Es ist am Sonntag auch der Vergleich jener beiden Mannschaften, welche in dieser Saison bisher am meisten Verwarnungen kassiert haben. Während es elf gelbe Karten an die Adresse eines Chiassesi absetzte, wurden schon 15 Wiler Spieler verwarnt. Ein Platzverweis war bei beiden noch nicht dabei. Trotzdem ist noch kein Wiler Spieler vorbelastet. Gepaart mit der Tatsache, dass im Südtessin oftmals trotz weniger Zuschauer eine gifte Stimmung herrscht, könnte es auch eine Frage werden, wer seine Nerven besser im Griff hat. Als die Wiler im Februar letztmals im Riva IV gastierten, spielte der FC Chiasso nach einem Platzverweis gegen Dusan Cvetkovic bereits ab der dritten Minute in Unterzahl.

Der Liveticker:
Hallowil.ch hat berichtet auch von diesem Spiel mit einem Liveticker. Am Sonntag werden an dieser Stelle ab 16 Uhr die wichtigsten Szenen live übermittelt.