Das Bundesgesetz und die kantonalen Gesetzgebungen schreiben vor, dass weder Alkohol noch Tabakwaren an unter 16-Jährige und keine Spirituosen an unter 18-Jährige verkauft werden dürfen. In der Praxis wird oft gegen dieses Verbot verstossen. Dies zeigt nun auch der Fall in Oberuzwil. 

Enttäuschendes Resultat

Von den neun geprüften Läden und Restaurants haben sich leider nur zwei absolut korrekt verhalten und den Jugendlichen die verlangten alkoholischen Getränke und Zigaretten nicht verkauft, schreibt der Gemeinderat im aktuellen Mitteilungsblatt. Bei sieben Verkaufsstellen wurde Alkohol verkauft und bei drei wurden auch die Bestimmungen betreffend Zigarettenverkauf nicht eingehalten.

Für die fehlbaren Betriebe haben die Testkäufe keine strafrechtlichen Konsequenzen. Einerseits fehlt dazu bis anhin die gesetzliche Grundlage, andererseits steht nicht die Bestrafung im Fokus, sondern die Sensibilisierung des Verkaufspersonals für das Thema Jugendschutz, heisst es weiter. Im Rahmen der Umsetzung des neuen Tabakgesetzes per 2024 kann sich jedoch ändern. Es kann davon ausgegangen werden, dass in Zukunft Bussen gesprochen werden können.

Reaktion der Gemeinde

Die Gemeinde hat die fehlbaren Verkaufsstellen aufgefordert, die Bestimmungen künftig einzuhalten und möchte, dass die erneut fehlbaren Betriebe eine Onlineschulung absolvieren. Weiter hat sie wiederholt betroffene Betriebe für ein persönliches Gespräch eingeladen. Dabei soll unter anderem über die Wichtigkeit der Umsetzung des Jugendschutzes diskutiert werden.