Die erste Generalversammlung unter der Leitung des 2019 gewählten Präsidenten Patrick Meyenberger fand an einem ungewöhnlichen Ort statt. Rund 400 Bierfreunde fanden sich im Fussballstadion Bergholz ein. Weil Thurbobräu mit dem FC Wil eine Partnerschaft eingegangen ist, eine durchaus folgerichtige Wahl des Versammlungsortes. Willkommen auch, weil unter freiem Himmel den Corona-Bestimmungen Rechnung getragen werden konnte.

Neue Verantwortungsträger

Patrick Meyenberger zeigte sich erfreut, dass er mehr als zwei Jahre nach seiner Wahl endlich seine erste Generalversammlung leiten könne. Während im Vereinsjahr 2019 noch einiges nach Programm abgelaufen sei, habe 2020 auf die Durchführung der Generalversammlung und mancher Anlässe verzichtet werden müssen. Reibungslos habe sich der Übergang vom alten zum neuen Vereinsvorstand vollzogen. Im neuen Vorstand arbeiten unter der Leitung von Patrick Meyenberger folgende Personen mit: Cornel Eisenring, Vizepräsident, Katharina Flückiger, Finanzen, Sandro Nussberger, Administration, Andreas Fritschi, Lager/Material, Christian Ebneter, Events, Manuel Domeisen, Oldtimer-Vermietung, und Roman Gehrer, Marketing.


Thurbobräu will bekannter werden

Zwar ist Thurbobräu im Vergleich zur Branche vom Einbruch durch die Pandemie weniger stark betroffen, musste aber ebenfalls eine rückläufige Bewegung in Kauf nehmen. Wurde 2019 die Rekordmenge von 110'000 Spezli konsumiert, so waren es 2020 noch 95'500. Was den Präsidenten stärker erstaunt hat, war der bescheidene Bekanntheitsgrad des lokalen Biers. Beim Gratisausschank anlässlich des abgesagten Studentenfestes und der Chlausaktion hätten zu viele Personen Thurbobräu nicht gekannt. Um diese Situation zu verbessern, sind die derzeit 713 Aktionäre aufgerufen, den Bierkonsum nicht auf den als Dividende abgegebenen Harass Spezli zu beschränken. Ausserdem wären zusätzliche Aktionäre willkommen. Eine Bier-Aktie kostet 45 Franken. Es soll auch erreicht werden, dass mehr Restaurants Thurbobräu in ihr Angebot aufnehmen. Zu den Werbemassnahmen gehören auch ein Wettbewerb und die Vermietung des Thurbobräu-Oldtimers. Auch die neugestaltete Webseite soll besser ansprechen.

Eine VIP-Aktie kosten 100 Franken. Sie berechtigt zum Bezug von zwei Harassen Spezli und zur Teilnahme an besonderen Veranstaltungen.


Thurbobräu ist Stadionbier

Besonders stolz ist man auf die Partnerschaft mit dem FC Wil. Dass der Wiler Bär als Emblem von Thurbobräu den Schützen des Schützengarten-Biers «weggekickt» hat, erfüllt offensichtlich beide Partner mit Freude. Patrick Meyenberger setzt grosse Hoffnungen auf den dadurch zu erzielenden grösseren Bekanntheitsgrad und Umsatz. Benjamin Fust, Geschäftsführer des FC Wil, erwartet davon eine bessere regionale Verankerung. In seinem Grusswort beschrieb er den lokalen Fussballclub als bodenständig und ambitioniert. Man wolle vom unvorteilhaften Image, verursacht durch fremde Investoren, wegkommen. «Mer schriebed Gschichte von hüt», laute ein Wahlspruch. Der Klub komme mit einem bescheidenen Budget von 3.5 Millionen Franken aus und sei ein Ausbildungsverein. Das regionale Stadionbier soll bei verschiedenen Anlässen des Clubs eine Rolle spielen und – so hofft man – sich positiv auf die Zahl der Zuschauer auswirken.

Um die Partnerschaft mit dem FC Wil zu ermöglichen, ist ein Thurbobräu-Businessclub gegründet worden, dem 50 Firmen angehören, die sich mit einem Beitrag an den Aufwendungen beteiligen.

130 Jahre Sonnenbräu Rebstein

Sonnenbräu AG, die Bierbrauerei in Rebstein, welche Thurbobräu herstellt, feiert ihr 130-Jahr-Jubiläum. Claudia Keel-Graf, die Geschäftsführerin, wies auf einige Jubiläumsaktivitäten hin und dankte den Aktionären für ihre Treue.