Der Fachstab Pandemie des Kantons Thurgau teilt mit: In den kommenden Wochen steigen aller Voraussicht nach die gelieferten Impfstoffmengen, so dass in den kantonalen Impfzentren in Frauenfeld und Weinfelden mehr Termine angeboten werden können. Gleichzeitig werden die meisten impfwilligen Personen, die gemäss Bundesamt für Gesundheit Priorität geniessen, geimpft sein. Die Impffenster werden deshalb Mitte Mai 2021 für die Kategorie der übrigen Erwachsenen und Jugendlichen ab 16 Jahren – letztere können sich nur in Impfzentren impfen lassen – geöffnet. Bedingung ist, dass sie im Thurgau wohnen. Wie vom Bund empfohlen, werden die Impftermine altersabsteigend ab 64 Jahren und jünger vergeben.

Je nachdem, wie gut die oberen Altersgruppen die Impftermine nutzen und wie viel Impfstoff verfügbar ist, erhalten gegen Ende Mai auch jüngere Personen ihre ersten Impftermine. Es empfiehlt sich deshalb, sich rasch auf der Thurgauer Online-Plattform «ImpfMi»  zu registrieren. Das Aufgebot für einen Impftermin erfolgt, sobald es die Belegungen durch die nun relevanten Alterskategorien zulassen, und wird per SMS zugestellt.

Parallel zur Impfkampagne in den Impfzentren erhalten die Arztpraxen weitere Lieferungen: Anfangs Woche gingen zum vierten Mal je 100 Dosen für Erstimpfungen an 30 Ärzte, nächste Woche werden weitere 18 angemeldete Arztpraxen berücksichtigt. Die mobilen Impfequipen sind derzeit in den gut 30 Behinderteneinrichtungen und anderen sozialen Institutionen unterwegs. Diese Kampagne dürfte bis am 12. Mai 2021 inklusive Zweitimpfungen abgeschlossen sein. Zehn Tage später erfolgen in Arbon die letzten Impfungen auf dem Impfschiff MS Thurgau. Anschliessend wird mutmasslich ein weiteres Impfzentrum in Betrieb genommen.

Bislang haben zirka 41'000 Thurgauerinnen mindestens eine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Dies entspricht gut 17 Prozent der impffähigen Thurgauer Bevölkerung ab 16 Jahren. Zum Vergleich: Die Zahl der über 75-Jährigen beträgt rund 23'600 Personen. Von ihnen wurden bis jetzt gut 62 Prozent mindestens einmal geimpft.