In ihrer Begrüssungsrede zitierte die Präsidentin des Thurgauer Landfrauenverbandes, Regula Böhi-Zbinden, den ehemaligen deutschen Bundeskanzler Willy Brandt: «Der Friede ist nicht alles, aber alles ist ohne den Frieden nichts.» Diese treffenden Worte passten zu diesen fürchterlichen Tagen des Krieges in der nahen Ukraine und liessen die bis vor kurzem beherrschenden Themen rund um die Pandemie in den Hintergrund rücken. Mit einer brennenden Kerze dachten die knapp 100 Landfrauen an die Kolleginnen, die in den vergangenen zwei Jahren verstorben sind. Und mit ein paar stimmigen Jodelliedern gestaltete das Kinderjodelchörli Tannzapfenland einen stimmungsvollen Auftakt der Delegiertenversammlung. Regula Böhi-Zbinden wies in ihrer Begrüssung darauf hin, dass es wichtig sei, den Kontakt zwischen den Städtern und der Landbevölkerung zu pflegen und wer könnte dies nicht besser als die Bäuerinnen und die Landfrauen, ist sie überzeugt. «Wir sind die Botschafterinnen und kompetent in beruflichen, sozialen und Staats- und Agrarpolitischen Themen», erklärte sie den Anwesenden.

Hauspflege sucht Landfrauen

Die beiden Vorstandsfrauen, Manuela Schenk und Jasmin Gubler haben sich nach zehn, respektive acht Jahren entschieden, sich aus der Vorstandsarbeit zurückzuziehen. Als Ersatz wurde Cornelia Berger einstimmig gewählt. Der übrige Vorstand wurde in globo bestätigt und Regula Böhi-Zbinden wurde ebenfalls einstimmig wiedergewählt und in ihrem Amt bestätigt. Im Jahresrückblick erwähnte die Präsidentin ein paar Höhepunkte des Verbandes und rief Erinnerungen wach an verschiedene Unternehmungen im 2021. Bei den Orientierungen erfuhren die Verbandsmitglieder, dass der Hauspflegedienst einen Wechsel in der Einsatzleitung zu verzeichnen hat. Liselotte Leuch wechselt von der Hauspflege zur neuen Einsatzleiterin. Wer Lust und Zeit habe sei im Hauspflegeteam herzlich willkommen, erklärte Sonja Keller. Sie forderte Interessierte auf, sich bei ihr zu melden. Vreni Peter, Beraterin am Arenenberg und in dieser Funktion auch im Vorstand tätig erklärte, dass im vergangenen Jahr in den Beratungen hauptsächlich über die gegenseitige Absicherung in der Partnerschaft, ob in der Ehe oder im Konkubinat, gesprochen wurde. Während im Ehe- und Erbrecht vieles geregelt sei und Ehe- und/oder Erbverträge zusätzlich gute Möglichkeiten zur gegenseitigen Begünstigung bieten, sei für das Konkubinat im ZGB nichts geregelt. Für mehr Sicherheit brauche es vertragliche Regelungen.


Gastgeberverein stellt sich vor

Nicole Maurer ist neu im Vorstand des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbandes (SBLV) und zuständig für die Delegierten in der ganzen Schweiz. Die junge Frau stellte sich vor und überbrachte die Grüsse des Dachverbandes. Schliesslich hatte Angelika Dietrich, Präsidentin der Landfrauen Am Hörnli und Gastgeberin der diesjährigen Versammlung, das Wort. Bereits vor 60 Jahren sei der Verein gegründet worden, weil sich die Bäuerinnen auf den verstreuten Höfen öfters sehen und den Kontakt zueinander pflegen wollten. Auch heute diene der Verein als wichtiger Kontakt- und Vernetzungspunkt.