Trotz Corona war die Generalversammlung (GV) vom Männerverein Sirnach im «Engelsaal» gut besucht. Präsident Matthias Erne führte gewohnt zügig durch die Traktanden: Protokoll, Jahresbericht, Erneuerungswahlen sowie die negative Jahresrechnung wurden ohne Wortmeldungen genehmigt. Ehrend gedachte die Versammlung sieben verstorbener Mitglieder. Zu verzeichnen waren auch sechs Austritte. Der Präsident erwähnte auch die 24 Anwärter-Namen die dem Verein beitreten wollen. Ohne Einsprachen wurden alle in den Verein aufgenommen was aktuell zu einem Mitgliederbestand von 278 Personen führte.

Nach 26 Jahren im Vorstand hat der ehemalige Sirnacher Primarlehrer Beni Schneggenburger seinen Rücktritt erklärt. Herzlich wurde die gute Zusammenarbeit und im Speziellen sein organisatorisches Geschick für Betriebsbesichtigungen verdankt. Seine Ernennung zum Ehrenmitglied wurde mit einem starken Applaus bestätigt. Neu in den Vorstand wurden Tristan Kayser und Albert Walzthöny gewählt.

Werte von Paul Roth als neu gewählter Staatsschreiber

Regierungsräten wird nach 100 Tagen in Form einer Pressekonferenz eine Plattform gegeben. Paul Roth freute sich 122 Tage nach seinem Amtsantritt beim ehrwürdigen Männerverein eine erste Bilanz geben zu können. Vorab gewährte der Referent einen Einblick in seinen beruflichen Werdegang. Die Wahl zum Staatsschreiber durch den Grossen Rat am 22. Januar nahm er mit grosser Freude an. Roth setzt sich ein für eine freie, gerechte, sich weiter entwickelnde Gesellschaft. Wichtig ist Sorge tragen zur Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Freiheit, Würde und Respekt vor den Mitmenschen.

Der Staatsschreiber leitet die Staatskanzlei mit rund 50 Mitarbeitern. Diese Aufgabe beinhaltet eine Führungs- und Dienstleistungsfunktion. Während die Parlamentsdienste dem Grossen Rat zur Verfügung stehen, unterstützt die Regierungskanzlei den Regierungsrat. Dazu gehören unter anderem Vorbereitung, Beschlussprotokoll und Nachbearbeitung der Regierungsratssitzungen, wie auch rechtliche Abklärungen , Information der Öffentlichkeit und Leitung des kantonalen Wahlbüros. Roth schilderte wie ein normaler Tagesablauf aussieht. Als aussergewöhnlichen Tagesablauf wählte er den Abstimmungs-Sonntag vom 27. September bei dem der Thurgau zu den letzten vier Kantonen gehörte, welche die nationalen Abstimmungsresultate nach Bern übermitteln konnten.

Aktuell steht die Bewältigung der Corona-Pandemie an erster Stelle. Die Digitale Verwaltung muss weiter entwickelt werden. Dazu gehören beispielsweise die Elektronische Sitzungsplattform (ELSI) für die Grossratsmitglieder. Die Evaluation zur Beschaffung und Einführung eines Ergebnis-Ermittlungssystems für Wahlen und Abstimmungen; sowie E-Voting als zusätzlicher Kanal für die Stimmbürger. Aufbereitung und Präsentation statistischer Daten, wie zum Beispiel zum demografischen Wandel, bleiben nach wie vor wichtig. Seine Bilanz nach 122 Tagen: «Staatsschreiber ist eine der schönsten Aufgaben im Kanton Thurgau.»