Im zweiten Pandemiejahr 2021 nahmen die Hospitalisierungen in Thurgauer Kliniken deutlich zu und erreichten einen Höchstwert. 1'036 Spitaleintritte mit aktueller COVID-Infektion gab es 2021 in den Akutspitälern, über 70 Prozent davon mit einer Atemwegserkrankung als Hauptdiagnose.

Am stärksten stieg die Zahl der Hospitalisierungen mit einem Plus von 9 Prozent bei den Rehakliniken. Bei den Akutspitälern nahmen die Spitaleintritte um 6 Prozent und bei den Psychiatrien um 4 Prozent zu. 77 Prozent der Patientinnen und Patienten, die 2021 ein Thurgauer Spital aufsuchten, wohnten im Kanton Thurgau, 10 Prozent waren im Kanton Zürich und 5 Prozent im Kanton St. Gallen zu Hause.

Im Jahr 2021 wurden in den Thurgauer Spitälern 1'330 Fälle behandelt, welche wegen oder mit einer aktuellen COVID-Infektion hospitalisiert wurden (2,9 Prozent aller stationären Fälle). Fast 80 Prozent davon wurden in einer Akutklinik behandelt (1'036 Fälle), 16 Prozent in Rehakliniken (216 Fälle). Im Zusammenhang mit einer früheren COVID-Infektion wurden weitere 790 Fälle behandelt - je 382 Fälle in einer Akutklinik oder in einer Rehaklinik (je 48 Prozent). Bei 35 Hospitalisationen wurde ein Diagnosecode für unerwünschte Nebenwirkungen bei COVID-19-Impfstoff angegeben.

In den Thurgauer Akutspitälern stieg die Zahl der Hospitalisierungen im Jahr 2021 um 1'800 Fälle auf rund 33'000 (+6 Prozent). Im ersten Pandemiejahr 2020 hatten sie wegen der Reduktion von nicht-dringlichen Eingriffen rund 1'000 Fälle weniger behandelt (-3 Prozent).

2021 kam es in den meisten Monaten zu mehr Hospitalisierungen als im mehrjährigen Durchschnitt. Spitaleintritte mit einer aktuellen COVID-Infektion verteilten sich über das ganze Jahr analog den Infektionswellen; in einzelnen Monaten (Jan, Apr, Aug, Nov, Dez) wurden mehr als 100 Patientinnen und Patienten mit einer aktuellen COVID-Infektion hospitalisiert. Im Vorjahr waren die meisten COVID-Fälle während der zweiten Infektionswelle in den Monaten Oktober bis Dezember behandelt worden.