Die öffentlichen Spitäler stehen momentan in einer kontroversen Diskussion. Es besteht ein Überangebot an Spitalbetten. Im Kanton St. Gallen sollen vier Standorte von Kantonsspitälern geschlossen, beziehungsweise in stationäre Notfallversorgungsstationen umgewandelt werden. Die privaten Kliniken sind nicht direkt betroffen, sind aber als Konkurrenten der öffentlichen Spitäler nicht ganz unbedeutend.

Eine der privaten Kliniken im Kanton St. Gallen, die Thurklinik in Niederuzwil, hatte Grosses vor: Der Thurklinik waren vor fünf Jahren vom Kanton eben 26 Leistungsbereiche zugestanden worden. Es fehlte nur die Handchirurgie. Der Besitzer und ehemalige Chefarzt der Klinik, Hossein Schams, der noch heute zum Ärzteteam gehört, sagte damals, dass die Erweiterung des medizinischen Angebots und die modernen Behandlungskonzepte sowie die Erwartungen der Patienten nach einer Erweiterung der Klinikräumlichkeiten verlangten. Geplant war unter anderem, dass das oberste neue Stockwerk einen Vortragssaal und ausserdem Pikettzimmer für das Personal und Zimmer für Angehörige von ausländischen Patienten enthalten sollte.


In 80 Jahren 5000 Geburten

Gegründet und bis 1997 betrieben wurde die Klinik Marienfried von Pallottiner-Schwestern und vom Caritas-Verein. In 80 Jahren wurden hier rund 5000 Kinder aus Uzwil und den umliegenden Dörfern geboren. Seit dem Jahr 1997 ist Hossein Schams Inhaber. Er hat die ehemalige Geburtstklinik zu einer Privatklinik mit vielfältigen Fachgebieten entwickelt. Im Jahr 2013 ist die Umbenennung in Thurklinik erfolgt. Probleme bei der Statik nennt Hossein Schams als einen Grund für den Verzicht auf die Realisierung des ursprünglichen Projekts. Gegenwärtig erfolgt die Isolation der Fassaden. In Planung befindet sich die Erneuerung der Operationsräumlichkeiten.