Zum positiven Jahresergebnis trug auch bei, dass der Kanton St. Gallen nach fünf Jahren erstmals die Höchstansätze der Pflegefinanzierung in Alters- und Pflegeheimen anhob. In den sechs Thurvita Alters- und Pflegeheimen lag die Auslastung 2019 bei 93,24 Prozent. Im Durchschnitt waren also 225 der verfügbaren 242 Betten belegt. «Angesichts der tiefen Nachfrage im stationären Bereich hielt die Geschäftsleitung die Stellenausstattung unter dem budgetierten Niveau. Die Massnahme verhinderte steigende Pflegekosten pro einzelnen Bewohner», schreibt die Thurvita in einer Mitteilung. Gegenüber dem Vorjahr sanken die sogenannten «normierten Pflegekosten» um etwa drei Prozent und betrugen 7834 Franken, liegen aber noch leicht höher als in den Jahren 2017 und 2016.

Bei den Dienstleistungen der Spitex verzeichnete die Thurvita eine weiterhin konstante Nachfrage. Nach dem rekordhohen Vorjahr haben sich die Pflegestunden im Jahr 2019 wieder auf einen Mittelwert eingependelt, schreibt die Thurvita.

Wegen Corona mehr Menus ausgeliefert

Nach nur zehnmonatiger Bauzeit nahm die neue Thurvita-Küche Ende des Jahres ihren Betrieb auf. Sie bedient die grossen Thurvita-Häuser Sonnenhof und Fürstenau sowie die Restaurants «Chez Grand Maman». Aus der Thurvita Küche gelangen zudem jährlich rund 17‘800 Menüs zu den Kunden des Spitex-Mahlzeitendienstes und dreier Mittagstische. Die Anzahl ausgelieferter Menüs hat aufgrund der Corona-Massnahmen in den ersten Monaten im 2020 nochmals deutlich zugenommen. Die Küche wird in Zukunft auch die strategischen Projekte «Rosengarten» in Rossrüti und das «Quartierzentrum mit Spitex Stützpunkt» in Bronschhofen beliefern.

Zu den guten Neuigkeiten gehört – losgelöst des Jahresberichts –, dass es weiterhin keinen Corona-Fall gibt in den Heimen der Thurvita. Um auch sich selbst vor dem Coronavirus zu schützen, hielten die Delegierten der Aktionärsgemeinden und der Verwaltungsrat der Thurvita dies diesjährige Generalversammlung auf dem Zirkularweg ab. (pd/red)