Der TTC Wil trat im ersten Heimspiel der Saison mit dem amtierenden Schweizer Meister Elia Schmid (A20), Captain Christian Hotz (A20) und Simon Schaffter (A19) an – also ohne Legionäre. Lancy reiste mit Dorian Girod (A20), Sam Boccard (A19) und Yanick Taffé (A19) in die Ostschweiz.

Als Titelverteidiger wollten die Wiler mit einem Heimsieg in die neue Saison starten. Allerdings war spätestens nach den ersten drei Einzeln klar, dass es nicht einfach werden würde, die Genfer zu bezwingen. Die Wiler Nummer 1, Schmid, gewann zwar gegen Taffé sicher mit 3:0-Sätzen. Sowohl Schaffter als auch Hotz mussten sich aber in ihrem Auftaktspiel gegen Boccard und Girod mit 1:3-Sätzen geschlagen geben. Damit führte der Aussenseiter aus Genf nach den ersten drei Spielen mit 2:1. Schmid konnte anschliessend auch sein zweites Einzel gewinnen und für die Wiler zum 2:2 ausgleichen. Der stark aufspielende Girod brachte die Gäste mit einem Sieg gegen Schaffter aber erneut in Führung, bevor Hotz für das Heimteam dank einem 3:0 gegen Taffé die Partie abermals ausgleichen konnte. Überraschend ging in der Folge das Doppel gegen Girod/Boccard mit 0:3 verloren. Überraschend darum, weil Hotz/Schmid noch vergangenes Jahr im Doppel Schweizer Meister geworden waren.

Im anschliessenden Duell der Nummern 1 konnte Schmid gegen Girod eine 2:0-Satzführung nicht nach Hause bringen und verlor. Girod blieb in Wil damit ungeschlagen und brachte die Westschweizer mit 5:3 in Führung. Der Wiler Auftaktsieg war vom Tisch. Immerhin vermochten die Gastgeber mit zwei abschliessenden Siegen von Hotz gegen Boccard und Schaffter gegen Taffé die drohende Niederlage noch abzuwenden. Aufgrund des Spielverlaufs mussten die Wiler mit dem Unentschieden zufrieden sein. Trotzdem wäre mehr möglich gewesen. Das Satzverhältnis lautete 20:18 für Wil, das Punktverhältnis 380:353 für die Äbtestädter.

Auch gegen Lugano geht das Doppel verloren

Nach dem enttäuschenden Unentschieden gegen Lancy wollten sich die Wiler am Sonntag gegen Lugano rehabilitieren. Gleiches strebten jedoch auch die Tessiner an, hatten doch auch sie ihr erstes Spiel am Samstag verloren – mit 4:6 gegen Aufsteiger Wädenswil. Für die Tessiner gingen Simone Spinicchia (A20), Csaba Molnar (A20) und Andrew Williams (A18) an die Platte. Der TTC Wil trat erneut mit Schmid (A20), Hotz (A20) und Schaffter (A19) an.

Wie bereits am Vortag konnte einzig Schmid sein Auftakteinzel gewinnen. Er setzte sich gegen Williams mit 3:0 durch. Schaffter und Hotz unterlagen Molnar und Spinicchia ebenfalls deutlich mit 0:3. In der Folge glich Schmid mit einem glatten 3:0-Sieg gegen Molnar die Partie aus. Spinicchia, die Nummer 1 der Luganesi, holte sich mit einem 3:1-Sieg gegen Schaffter die Führung für sein Team zurück, ehe Christian Hotz mit einem 3:0 gegen die Nummer 3 der Luganesi, Williams, die Partie wieder zum 3:3 ausgleichen konnte.

Trotz der überraschenden Niederlage vom Vortag schickte der TTC Wil im Doppel nochmals die Doppel-Schweizermeister 2017 Hotz/Schmid ins Rennen. Gegen das eingespielte Doppel der Tessiner kamen die beiden Wiler aber neuerlich nicht auf Touren und verloren erneut mit 0:3. Mit dem 4:3-Vorsprung im Rücken gewann Spinicchia auch im Vergleich der beiden Nummern 1 gegen Schmid. Spinicchia konnte seine gute Frühform unter Beweis stellen und blieb in allen sechs Einzeln vom Wochenende ungeschlagen. Schmid hingegen musste seine zweite Niederlage einstecken, die diesmal umso bitterer war, da Hotz gegen Molnar mit 1:3 unterlag und damit die erste Niederlage der Wiler in der noch jungen Saison besiegelt war.

Als nächstes in die Westschweiz
Mit nur einem Punkt aus zwei Heimspielen belegt der TTC Wil in der noch jungen Saison den siebten und somit vorletzten Tabellenrang. Nach diesem bescheidenen Saisonstart haben die Wiler Ende Oktober mit zwei Auswärtsspielen in der Romandie gegen Meyrin und Veyrier die Möglichkeit, sich in der Tabelle nach vorne zu arbeiten. (pd)

Nationalliga A, 1. Runde:
Wil – Lancy 5:5
Meyrin – Chênois 6:2
Veyrier – Muttenz 1:6
Wädenswil – Lugano 6:4

Nationalliga A, 2. Runde:
Wil – Lugano 3:6
Meyrin – Muttenz 2:6
Veyrier – Chênois 6:2
Wädenswil – Lancy 3:6

Rangliste:
1. Muttenz 2/4. 2. Lancy 2/3. 3. Lugano 2/2. 4. Meyrin 2/2. 5. Wädenswil 2/2. 6. Veyrier 2/2. 7. Wil 2/1. 8. Chênois 2/0.