Natürlich kommen Herr und Frau Schweizer nicht ganz so aus sich heraus, wie man es unter anderem aus den Gospelkonzerten in Amerika kennt. Nach wie vor hat insbesondere der Gospel in Übersee eine ganz andere Bedeutung als hier, nichtsdestotrotz, wenn die Singing People das altbekannte «It’s raining men» zum Besten gibt, sollte es doch möglich sein, dass auch hierzulande das Stimmungspegel weit nach oben ausschert. Nun denn, sagen sich die Besucher und erfreuen sich dahingehend im Stillen an Gesang und Melodie des gemischten Chors. Dafür – und das muss festgehalten sein – sparen sie absolut nicht mit Applaus, richtig so, die Sängerinnen und Sänger haben sich das redlich verdient. Dirigentin Rositza Tobler hat mit ihrem Chor fleissig geübt und geprobt; was daraus entstanden ist, sind Momente eines kurzweiligen Gospelkonzerts.

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Die Singing People


Ewigi Liebi an Tagen wie diesen

Eröffnet wird der Liederreigen mit «Tage wie diese» und «Amezaliwa», gefolgt von «Probier’s mal mit Gemütlichkeit», «Can you feel the Love tonight» und «The Show must go on». Was dann folgt, gibt es eher selten, an solchen Konzertabenden, nämlich eine zwanzigminütige Pause. Beine vertreten, sich in Gespräche verwickeln, oder einfach sitzen bleiben und sich auf den zweiten Teil freuen; denn wie gesagt, the Show must go on. Mit einer grossen Portion Schweizer Liedgut geht es weiter. «Louenensee», «Alperose», «Ewigi Liebi», oder «Heimweh», wer hat es erfunden? Natürlich, die Schweizer. Und wer bringt es auf die Bühne? Klare Sache, die Singing People. Als Moderator macht indes Edi Andreoli eine gute Figur und zaubert dem Publikum zahlreiche Schmunzler auf die Lippen. Pianist Hanspeter Nadler steht ihm in nichts nach und beweist, wie ein Piano richtig bedient werden will. Alles in allem ein wunderbarer Konzertabend mit vielen Besuchern, glücklichen Vereinsmitgliedern und einer wohl äusserst zufriedenen Dirigentin.