Zur Vernissage für das Jahrbuch 2018 des Toggenburges hat Anton Heer und der Präsident des Vereins Ortsmuseum Flawil am 15. September 2017 um 18.00 Uhr in die Remise des Ortsmuseums eingeladen. Über 30 Personen kamen zum Anlass. Vor allem Autoren und Chronisten sowie aus dem Verlagshaus Schwellbrunn die Verleger Steiner und ihr Redaktionsteam mit Dr. Hans Büchler.Urs Schärli, Präsident des Ortsmuseum begrüsste die Anwesenden namentlich. Es sei eine Ehre das Jahrbuch 2018 in Flawil und in den Räumen der Stiftung Lindengut sowie des Ortsmuseum vorzustellen. Unter den Anwesenden befand sich auch der Präsident des Ortsbürgerrates, Hans Fässler.

Massgeblicher Einsatz gefordert
Urs Schärli fasste den kulturellen Wert und die Möglichkeiten eines Jahrbuches sehr treffend zusammen, das ein Gebiet von den Churfirsten bis zur Glatt umschreibt. Marcel Steiner vom Verlagshaus stellte bereits zum 18. Male das Jahrbuch vor. Er weiss, wie viel Arbeit hinter einem Jahrbuch steckt. Er dankte vorab seinem Redaktionsteam, für das Gastrecht im Lindengut und selbstverständlich den Autoren und den Chronisten. Es handle sich um ein Füllhorn von Informationen, die ohne viel Freiwilligenarbeit nicht möglich seien.

Nicht zuletzt sei es den Leuten im Hintergrund zu verdanken, dass ein Jahrbuch in der Form gedruckt werden kann. Also den Sponsoren, dem sogenannten Zwölferklub. Anton Heer, der sich wohl am meisten mit dem vorliegenden Jahrbuch befasste, zeigte die verschiedenen Aspekte des Zusammentragens von Fakten, Zeitungen und andern Quellen auf. Nicht ohne Grund konnte die Vorstellung des Jahrbuches zum ersten Male in Flawil vorgenommen werden.

Es gibt im Jahrbuch einige Beiträge, die mit Flawil einen Zusammenhang haben. Es sind vor allem die Berichte über die vielfältige Nothilfe nach dem zweiten Weltkrieg. Damit wird ein wenig bekanntes Stück Orts- und Regionalgeschichte zugänglicher. Weiter hat Urs Schärli das Leben des Apothekers und Ameisenforschers Heinrich Kutter dokumentiert.

Willy Schönenberger und Marlis Kaufmann
Der „Chronistenchef“ Willy Schönenberger, der zusammen mit Marlis Kaufmann die Chronisten betreute, ergriff das Wort. Er zitierte aus seiner Katechismuszeit die Leitsätze, die dann zur neuen Form in der jetzigen Zeit führten. Wozu sind wir auf Erden: „Wir sind auf Erden, um die Welt zu erkennen, der Wirtschaft zu dienen, unsterbliche Leistungen zu erbringen und einst zu verschwinden, ohne Spuren zu hinterlassen.“ Diesem Zeitgeist wirken die Autoren und Chronisten mit der eigenen Sprache entgegen, fährt Schönenberger fort. Der Chronist hat in jedem Falle das letzte Wort.

Die Texte der Chronisten wurden von der Redaktion sehr behutsam redigiert, um die wertvollen authentischen Spuren nicht zu verwischen. Er machte einen kleinen Werbespot für Ulrich Bräker: "Dem armen Mann im Tockenburg". Im kommenden Sommer wird im Dreischlatt hinter Krinau die Lebensgeschichte von Ulrich Bräker als grosses Freilichtspiel aufgeführt. Die Chronik ist das Herzstück in jedem Jahrbuch und darf nicht fehlen.

Willy Schönenberger bedankte sich bei den Chronisten für ihre Arbeit herzlich, für die gute Zusammenarbeit, das pünktliche Abliefern der Beiträge, fürs offene Auge, die hübschen Kleinigkeiten im Toggenburg, fürs sorgfältige Beobachten von den historisch relevanten Ereignissen, fürs aufmerksame Erkennen von Entwicklungstrends und für die wertvolle Pflege der toggenburgischen Identität. Mit dem Hinweis auf einen guten Austausch unter den Gästen und für den offerierten Apéro bedankte sich Anton Heer beim Team.