So kurz war eine Winter-Vorbereitungsphase für die Challenge-League-Teams noch nie. Das erste Mal seit der Liga-Namensänderung im Jahr 2003 wird der Spielbetrieb bereits im Januar wieder aufgenommen, um dann am 20. Mai rechtzeitig vor der EM im Sommer fertig zu sein. Also bleibt auch dem FC Wil nur wenig Zeit, um sich auf die zweite Saisonhälfte vorzubereiten.

Am Montagvormittag ist der Trainingsauftakt erfolgt. Auf dem Kunstrasen des Fussballstadions Bergholz, dass seit Jahresbeginn offiziell nicht mehr IGP-Arena heisst, aber bis zum Finden eines neuen Namensgebers vorderhand noch so genannt wird, ging es gleich ordentlich zur Sache. Zu sehen waren alle bekannten Gesichter. Unter ihnen auch Zivko Kostadinovic, Nick von Niederhäusern und Stürmer Silvio, deren Verträge nicht verlängert werden – zumindest nicht als Aktiv-Fussballer. Auch die Verletzten sind wieder genesen. Goalie Yuri-Gino Klein trainierte mit – und auch Silvano Schäppi kann nach langer Verletzung wieder mittun. Allerdings fehlte er am Montag noch, weil er Prüfungen zu schreibe hatte. Ebenfalls beruflich abwesend waren Lars Traber und Jan Wörnhard.

Sforza im Video: «Haben noch 18 K.O.-Spiele»

 
Der FC-Wil-Trainer sagt im hallwil.ch-Interview, warum die kurze Vorbereitungsphase aus seiner Sicht positiv ist.

Neuer Physiotherapeut

Den einzigen «Transfer», den es bisher in diesem Winter zu vermelden gibt, ist jener auf der Position des Physiotherapeuten. Die Zusammenarbeit mit Thomas Sawadsky wurde im gegenseitigen Einvernehmen nach zweieinhalb Jahren beendet, «weil es für beide nicht mehr gepasst hat», wie FC-Wil-Geschäftsführer Benjamin Fust gegenüber hallowil.ch sagt. Nachfolger ist Sascha Niedzielski.

Ein grosse Wechselflut wie im vergangenen Sommer ist nicht zu erwarten. Den einen oder anderen Transfer könnte es aber geben. Einerseits haben sich gewisse Spieler mit ihren Leistungen für höhere Aufgaben empfohlen. Andererseits werden jenen Akteuren, deren Verträge im Sommer auslaufen und nicht verlängert werden, keine Steine in den Weg gelegt betreffend vorzeitigen Abgang. Das Transferfenster ist bis zum 15. Februar geöffnet – also deutlich über den Rückrundenstart hinaus. Welche Ziele Trainer Ciriaco Sforza für die zweite Saisonhälfte vorgibt, sehen Sie im obenstehenden Video-Interview.


Noch kein Logo am Stadion

In der 20-tägigen Vorbereitungszeit verzichtet der FC Wil, im Gegensatz zum vergangenen Jahr, auf ein Trainingslager an der Wärme. Auch finanzielle Überlegungen spielen eine Rolle. Die Hälfte aller Challenge-League-Teams verreist nicht. Da die Vorbereitungszeit kurz ist, sind nur zwei Testspiele vereinbart worden. Am kommenden Samstag (11. Januar) gastiert um 14.30 Uhr das Super-League-Schlusslicht Thun in Wil. Sechs Tage später kommt es am Freitag (17. Januar) ab 14.00 Uhr zum traditionellen Vorbereitungs-Testspiel gegen Austria Lustenau aus der zweithöchsten Division Österreichs. Beide Spiele finden auf dem Bergholz-Kunstrasen statt. Und von beiden Spielen wird hallowil.ch mit einem Liveticker berichten.

Zu vermelden ist noch, dass am Fussballstadion noch immer kein FC-Wil-Logo hängt, obwohl sich Stadt und Verein längst einig sind und der FC Wil das Logo bis Weihnachten aufgehängt haben wollte. Die Druckerei habe den Auftrag vor Weihnachten nicht mehr ausführen können, teilt Geschäftsführer Fust mit. Spätestens bis zum ersten Rückrunden-Heimspiel am 1. Februar gegen Stade Lausanne-Ouchy soll die Blache an der Ecke zwischen der Wiler Fankurve und der Gegentribüne aber angebracht sein.