Der Kulturtreff Bräägg in Bazenheid existiert seit über einem Viertel-Jahrhundert. Just im vergangenen Spätsommer wurde das 25-jährige Bestehen gefeiert. Der Verein wurde aus Begeisterung am nostalgischen Saal des Restaurant Traube im Ortsteil Bräägg und dem Wunsch, für Bazenheid etwas Kulturelles zu schaffen, gegründet. In all den Jahren fanden jährlich vier Aufführungen in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Pächter des Restaurants Traube statt.

Per 1. April dieses Jahres gab es aber einen Mieterwechsel bei dieser Liegenschaft. Neu mietet sich die Firma Naweko GmbH ein. Seit 2011 einen Steinwurf von der «Traube» entfernt, wird sie diese Liegenschaft für ihren Natursteinhandel nutzen. Somit wird der Gastrobetrieb eingestellt und das Restaurant Traube gehört der Vergangenheit an. Es war im Jahr 2017 in die nationalen Schlagzeilen geraten, weil die damalige Wirtin dunkelhäutigen Personen die Bedienung verweigert haben soll. Mit dem Kulturtreff stand dies in keinem Zusammenhang.

Coronavirus: Anlässe im Mai und Juni verschoben

Ist dies das Ende für den Kulturtreff Bräägg mit seinen Aufführungen? Nein. Denn für Stefan Korn, Inhaber der Naweko, ist es ein Anliegen, dem Verein weiterhin vier Mal im Jahr den Saal zur Verfügung zu stellen. «Die Aufführungen des Kulturtreffs gehören mittlerweile einfach zum Bräägg. Ich möchte dies beibehalten und den Verein weiter bestehen lassen», so Korn. Die Besucher der Kulturveranstaltungen müssen auch künftig nicht auf Speis und Trank verzichten – Cateringservice sei Dank.

Eine Änderung im Programm gibt es jedoch: Die ersten zwei Aufführungen dieses Jahres vom 1. Mai und 5. Juni fallen wegen der Covid-19-Situation ins Wasser. Die neue Mieterin nutzt die Zeit, um einige bauliche Massnahmen an der Liegenschaft umzusetzen. Nach den Sommerferien soll es dann weitergehen mit der dritten und vierten Aufführung im September und Oktober, sofern Corona dies erlaubt. Da die Hauptversammlung vom vergangenen März ebenfalls verschoben werden musste, wird diese neu auf den gleichen Zeitraum im 2021 angesetzt. (pd/red)