Beim Stand Up Paddling (SUP) bewegt man sich stehend mit einem langen Stechpaddel vorwärts. SUP lässt sich auf verschiedenen Gewässern ausüben (See, Meer, Fluss). Für den Anfang sind Gewässer ohne Strömung, Wind und Wellen ideal. Unabhängig von Alter und Sportlichkeit ist SUP im Flachwasser schnell erlernbar. Die Boards sind breit und so relativ kippsicher. Schwimmkenntnisse sind Voraussetzung, weil man doch mal ins Wasser fällt. Schwimmwesten von Vorteil, vor allem für Kinder oder unsichere Schwimmer. Das Paddel sollte ebenfalls schwimmen, denn es wäre fatal, wenn bei einem Sturz ins Wasser das Paddel schnell versinkt. hallowil.ch hat sich bei René van den Berg von der Outdoor-Station in Sirnach erkundigt über die neue Trendsportart.

Ursprung des Stand Up Paddling

Stand Up Paddling hat seine Wurzeln in Polynesien, wo sich Fischer stehend in ihren Kanus fortbewegten. Was als gute Trainingsmethode für wellenlose Tage begann, wurde schnell einmal zu einer eigenständigen Sportart und einem regelrechten Trend in den USA. Aber nicht alles was in Amerika beliebt ist, kommt auch bei uns gut an. Stand Up Paddling ist jedoch einmal eine wirklich gute Erfindung und überzeugt wegen seiner Einfachheit, Vielseitigkeit und einem hohen Spassfaktor. SUP ist ein hervorragendes Workout, das den ganzen Körper trainiert – und für jedes Alter, somit auch für die ganze Familie geeignet. Es ist leicht zu erlernen, beruhigt, entspannt und trainiert das Gleichgewicht. Nahezu alle Muskelgruppen des Körpers werden benützt und sogar Verspannungen gelockert.

Ausrüstung und Sicherheit

Aufblasbar oder Hardboard: Van den Berg erklärt, dass 95 % aller Kunden ein aufblasbares SUP-Board kaufen, weil dieses einfach transportiert werden kann. Seine Firma entwickelt SUP-Boards und die Eigenmarke Season ist im Onlineshop seasonsup.com erhältlich. Ein Test vom Sommer 2017 zeigt auf, dass es sich lohnt ein SUP-Set im Fachgeschäft zu kaufen und nicht unbedingt bei einem Discounter. Die Preise bewegen sich ab 250 Franken bis zu 2000 Franken. Der Preisunterschied liegt hauptsächlich in der Ausführung; die einlagigen Boards sind leichter aber auch weniger stabil, die zweilagigen Boards sind etwas schwerer, sind robuster und auch stabiler im Wasser.

Die richtige Grösse: Bestimmt durch das Board Volumen (Körpergewicht in kg + mindestens 130 Liter) Bei einem Gewicht von 80 kg, dann reicht ein Brett mit mindestens 210 Liter Volumen. Wasserdichte Bags: Handys können in einer Notsituation hilfreich sein. Deshalb ist eine wasserdichte Hülle und eine Tasche mit Ersatzkleidern/Badetuch ebenfalls von Vorteil.

Eine Leash – Verbindungsleine ist sinnvoll, damit das Stand Up Paddle Board vom Wind und Welle nicht weggetrieben wird. Man sollte das SUP Board nie verlassen, denn es dient als Rettungsinsel. Es kann bei Erschöpfung als rettende Schwimmhilfe dienen und es ist bei einer Rettungssituation besser zu sehen als eine einzelne Person im Wasser. Wenn es möglich ist, sollte man nicht alleine paddeln und immer jemanden informieren, wo man paddeln gehen will und wann man wieder zurückkommt.

Auf einem See oder Fluss sind die „Verkehrsregeln“ einzuhalten, die die örtliche Schifffahrtsgesellschaften vorschreiben. Motorbooten haben gegenüber Stand Up Paddler Vorfahrt, trotzdem aber genügend Abstand halten, ebenso von Brückenpfeilern und anderen Pfählen, die im Wasser verankert sind. Auch Naturschutz- und Badezonen sind zu vermeiden. Bei Wetterumschwung oder aufkommendem Wind paddelt man in Knieposition und steuert möglichst schnell das Ufer an.

Tipps zum lospaddeln

Board und Paddel stehen bereit – wie geht es jetzt los? Zunächst sollte man versuchen, die Balance auf dem Brett zu halten. Dafür das Brett ins Wasser legen und sich etwa in der Mitte beim Griff darauf knien. Jetzt langsam aufstehen, die Füße stehen parallel nebeneinander. Die beste Balance hat man, wenn die Füße möglichst breit auseinander stehen, zusätzliche Balance bringt das Paddel. Wenn man die Balance halten kann, kann man anfangen zu paddeln. Das Paddel seitlich vorne ins Wasser stechen und dann nah am Board durch das Wasser nach hinten ziehen. Um geradeaus zu fahren, nach ein paar Schlägen die Paddelseite wechseln. Hallowil.ch hat es probiert; es ist einfach herrlich so gemächlich durch das Wasser zu gleiten und die Landschaft zu geniessen.