Am Montag haben sich im Kanton Thurgau verschiedene Fachexperten aus dem Amt für Umwelt, dem Forstamt, dem Amt für Bevölkerungsschutz und Armee, dem Landwirtschaftsamt, dem Gesundheitsamt, dem Feuerschutzamt, der Kantonspolizei sowie der Jagd- und Fischereiverwaltung getroffen und die Lage bezüglich Trockenheit analysiert. Viele kleinere Fliessgewässer im Kanton Thurgau führen derzeit wenig Wasser. Der Altbach in Rickenbach mussten ausgefischt werden.

«Wir befinden uns derzeit an einer kritischen Schwelle. Kommt in der nächsten Woche kein Regen, kann es zu einem Wasserentnahmeverbot kommen», sagt Marco Baumann vom Amt für Umwelt. Er bittet die Landwirte, bei Wasserentnahmen aus den Fliessgewässern dem Restwasser Sorge zu tragen.

Totales Feuerverbot unwahrscheinlich

Nebst den Fliessgewässern wird auch laufend die Trockenheitssituation in Bezug auf ein allfälliges Feuerverbot geprüft. Die aktuelle Trockenheit im Wald lässt sich nicht mit der Situation im Vorjahr vergleichen. Die Waldbrandgefährdung befindet sich auf Stufe 2 (von 5). Dennoch lässt sich noch nicht ausschliessen, dass auch dieses Jahr ein Feuerverbot erlassen werden muss. Die kommenden Tage werden heiss und trocken. Eventuell gibt es gegen Ende der Woche Gewitter, ein Landregen ist jedoch nicht in Sicht. Im Hinblick auf den 1. August können die Fachexperten deshalb noch keine abschliessende Aussage treffen. Ein totales Feuerverbot wie im Jahr 2018 ist derzeit eher unwahrscheinlich. Eher wahrscheinlich ist ein Feuerverbot in Wald und Waldesnähe. Dazu müssen jedoch die kommenden Tage abgewartet werden. Die Experten bitten die Bevölkerung aber bereits jetzt um erhöhte Vorsicht im Umgang mit Feuer im Freien.

Da die kommenden Tage sehr heiss werden, hat das Bundesamt für Umwelt eine Hitzewarnung herausgegeben. Das Amt für Gesundheit des Kantons Thurgau hat seinerseits auf der Website Hinweise im Umgang mit der Hitze aufgeschaltet. (pd/red)