Das Skihighlight schlechthin, nebst den Rennen in Wengen von kommendem Wochenende, ist der Riesenslalom am Chuenisbergli in Adelboden. Vielversprechend machten sich die Schweizer – allen voran der Wiler Cedric Noger – auf, im zweiten Lauf, welcher etwas mehr drehte, die Spitze anzugreifen. Doch es kam anders. Noger fuhr zu fehlerhaft und dies, obwohl er nicht mehr ganz so nervös war wie vor dem ersten Lauf. «Schlicht zu langsam, auf jedem Abschnitt. Ich verliere leider auf jedem Sektor konstant Zeit. Das ist enttäuschend. Schon bei der Zieleinfahrt wusste ich, das war nichts», sagte Noger nach dem Zieleinlauf im Interview mit dem Schweizer Fernsehen. Auf Sieger Zan Kranjec aus Slowenien verlor Noger 2,61 Sekunden – Rang 21.

Die Krux mit den zweiten Läufen

Als weiteren Grund für den Rückschlag im zweiten Lauf sah Noger die Verunsicherung. «Schon die letzten zweiten Läufe waren nicht viel wert, da kommt schon eine gewisse Verunsicherung auf», sagte ein sichtlich enttäuschter Wiler im TV-Interview. Aber immerhin: Platz 22 war im vierten Rennen sein bestes Saisonergebnis. Zuvor hatte es die Ränge 24, 25 und 26 gegeben. Ein deutlicher Fortschritt war dies aber natürlich nicht.

Nicht nur der Wiler kam im zweiten Lauf nicht auf Touren. Auch Loic Meillard (als Dritter nach dem ersten Lauf) und Daniele Sette (13. nach dem ersten Lauf) warf es in der Rangliste nach hinten. So sind die beiden zwar noch etwas vor Noger, als Team-Beste auf den Plätzen 17 und 19 aber Teil eines enttäuschenden Schweizer Auftritts. Ganz zuvorderst stand zum zweiten Mal in seiner Karriere der Slowene Zan Kranjec. Als Sechster bei Halbzeit, zeigte er eine angriffige Fahrt. Auf die Plätze verwies er Filip Zubcic (+0.29), sowie ex aequo Henrik Kristoffersen und Victor Muffat-Jeandet (+0.64). Der führende nach dem ersten Lauf, Luca de Aliprandini aus Italien, schied mit Bestzeit im Mittelteil nach einem Ausrutscher aus.

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Cédric Nogre zeigte sich in den Interviews selbstkritisch.

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Nach dem 1. Lauf:

Vergangenes Jahr hatte Cédric Noger die Qualifikation für den 2. Lauf am «Chuenisbergli» um zwei Hundertstel-Sekunden verpasst – wegen eines Fehlers im Zielhang. Etwas, was ihn noch lange wurmte. Dieses Mal ging es trotz neuerlich viel Nervosität besser. Von Anfang an wer der frisch gebackene Wiler Sportler des Jahres bei den Leuten. Zwar blieb er zweimal mit der Hand hängen und wurde im unteren Teil etwas passiv. «Da hat der Kopf wieder eingesetzt», sagte Noger im SRF-Interview. Doch der Rest war so gut, dass der Wiler nicht zittern musste. Somit darf der 27-Jährige erstmals in einem «Heimrennen» zweimal an den Start - als 19. nach dem ersten Lauf. Alles in allem sei es «einfach geil» bei diesem Rennen, so Noger im TV.

Die Ausgangslage verspricht viel Spannung für den zweiten Durchgang. Der Rückstand Nogers auf den Halbzeit-Führenden Italiener Luca De Aliprandini beträgt nur 0,93 Sekunden und er klassiert sich vor dem besten Österreicher. Und vor allem ist er drittbester Schweizer. Mit Abstand bester Eidgenosse ist Loic Maillard auf Platz drei.

Der zweite Lauf beginnt um 13.30 Uhr. hallowil.ch wird berichten.

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Vor dem zweiten Lauf: Perfekte Bedingungen und viele Tausend Zuschauer in Adelboden. (Bild. pd)