Mit Blitz und Donner – auf eine Grossleinwand projiziert – wurde der Auftakt zur diesjährigen Lehrabschlussfeier der Firma Bühler gesetzt. So hat Marianne Rüdlinger, Leiterin des Berufsbildungssekretariats, in ihrer Begrüssung die Situation nachempfunden, wie sie durch das Coronavirus entstanden ist. Haben die Berufsschulen auf Lehrabschlussfeiern verzichtet, so hat die Firma Bühler alles darangesetzt, den Lehrabschluss der jungen Berufsleute so feierlich wie möglich zu gestalten. Als sich die Möglichkeit ergab, die Feier unter Einhalten der Hygiene- und Abstandsregeln in der Mehrzweckhalle des Oberstufenzentrums Thurzelg in Oberbüren durchzuführen, haben die verantwortlichen Organisatoren nicht lange gezögert. Andreas Bischof, Leiter Berufsbildung, und Marianne Rüdlinger haben den Schauplatz vom Gemeindesaal Uzwil nach Oberbüren verlegt. Gewisse Einschränkungen mussten zwar in Kauf genommen werden. Wegen der Abstandsregel und der dadurch beschränkten Platzzahl konnten nicht alle üblicherweise vertretenen Gäste eingeladen werden. Für die Lehrabsolventen und ihren Eltern aber wurde ein eindrücklicher Abend gestaltet.

Überdurchschnittlich

Nicht nur hätten sämtliche 69 Lehrabsolventen ihre Prüfungen bestanden, der Notendurchschnitt im Gesamten liege bei einem selten erreichten Ergebnis von 5.03, stellte Andreas Bischof fest. Und die acht Kaufleute hätten gar einen Schnitt von 5.1 erreicht und damit alle technischen Berufsgruppen hinter sich gelassen. Bühler habe auch in diesem Jahr zwei Drittel der jungen Berufsleute einen Arbeitsplatz in der Firma angeboten, 44 der 69 Absolventen arbeiten also auch künftig bei Bühler.

Andreas Bischof führte ein Gespräch mit drei Lehrabgängern. Antonia Gmür hat bei Bühler die Möglichkeit bekommen, ihre Karriere als Spitzensportlerin parallel zur Ausbildung voran zu treiben. Augustin Schubert ist nach einem «internationalen Vorleben» in die Lehre eingestiegen und wird für Bühler künftig international auf Montage tätig sein. Silvan Wetter schliesslich hat trotz einer «Jugendsünde» eine Chance bekommen und sie durch ein vorbildliches Verhalten gerechtfertigt.

Für einen Lehrabsolventen, den Konstrukteur Christian Witzig, gab es eine Gratulation per Video. Matthias Hüppi, der Präsident des FC St. Gallen, griff persönlich zum Mikrofon. Er gratulierte dem Spitzenspieler und dankte der Firma Bühler für die gewährte Unterstützung.


Bildung ist Investition in die Zukunft

Mit Verwaltungsratspräsident Calvin Grieder und Christof Oswald, Personalleiter Schweiz, machten zwei Spitzenpersönlichkeiten der Firma den Nachwuchskräften ihre Aufwartung. Er habe einmal in einer Firma gearbeitet, wo die Lehrlinge hauptsächlich als Kostenfaktor empfunden worden seien, sagte Grieder. Bei Bühler aber habe man erkannt, dass die Nachwuchsförderung von zentraler Bedeutung sei. Auch in Krisenzeiten werde sie nicht vernachlässigt. Denn Krisen böten immer auch Chancen und zu und nach deren Bewältigung sei man auf Fachkräfte angewiesen. Bühler wolle in seinem Bereich weltweit die Nummer 1 bleiben.

Auch Christof Oswald hob den Stellenwert hervor, den Bühler der Nachwuchsförderung beimisst. Die Firma plane ein Aus- und Weiterbildungszentrum am Standort Uzwil und werde dafür zehn Millionen Franken investieren.


Berufsgruppen und Ergebnisse

69 junge Berufsleute haben ihre Lehre bei Bühler erfolgreich abgeschlossen, 64 aus dem Werk Uzwil, fünf aus dem Werk Appenzell. Sie verteilen sich auf folgende Berufe: acht Anlagen- und Apparatebauer, 14 Automatiker, ein Automatikmonteur, vier Informatiker, ein Industrielackierer, acht Kauffrauen/Kaufmänner, 14 Konstrukteure, ein Logistiker,13 Polymechaniker sowie fünf Anlagen- und Apparatebauer im Werk Appenzell.

Absolventen mit Bestnoten

Durchschnittsnote 5.6: Robin Locher, Herisau (Anlagen- und Apparatebauer).

Durchschnittsnote 5.5: Konrad Fässler, Appenzell (Anlagen- und Apparatebauer), Céline Felix, Niederuzwil (Kauffrau), Pablo Rossi, Oberuzwil (Polymechaniker), Luca Rüegg, Wilen bei Wil (Polymechaniker), Patrice Tinner, St. Gallen (Konstrukteur) und Nicolas Vondru, St. Gallen (Informatiker).

Durchschnittsnote 5.4: Manuel Bächler, Flawil (Automatiker), Nadia Bürge, Gossau (Kauffrau), Aurel Corti, Appenzell (Automatiker), Nico Fässler, Appenzell (Anlagen- und Apparatebauer) und Deborah Hutter, Steinach (Polymechanikerin).

Durchschnittsnote 5.3

Augustin Schubert, Grüningen (Anlagen- und Apparatebauer), Marco Sommer, Henau Polymechaniker), Nathaniel Walser, Gais (Automatiker) und Silvan Wetter, Bichwil (Polymechaniker).

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Konrad Fässler hat über die ganze Lehrzeit gesehen die besten Leistungen erbracht.

Best Professional

Den besten Gesamtdurchschnitt über die ganze Lehrzeit (betriebliche Qualifikation, das Berufsfachschulzeugnis und Lehrabschlussnote) erreichte Konrad Fässler, Anlagen- und Apparatebauer.