«Unter Einhaltung der Empfehlungen für die Bevölkerung und insbesondere unter Beachtung von hygienischen und infektionspräventiven Gesichtspunkten des Mitarbeiterschutzes hält der ZAB die Abfallentsorgung weiterhin und im gewohnten Rahmen aufrecht», teilt der Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) in einer Medienmitteilung am Dienstag mit. So bleiben beispielsweise die Sammelstellen in den Gemeinden offen. «Im Moment macht es keinen Sinn die Sammelstellen zu schliessen», sagt Urs Corradini, Kommunikationsleiter und Leiter des Geschäftsbereichs Sortierwerk Bazenheid und Easydrives, auf Anfrage von hallowil.ch. Grund dafür: Die Kunden würden sich mit Sachen versorgen, dementsprechend müsse der Abfall entsorgt werden. Trotz der Corona-Krise werden also sämtliche Sammelstellen geleert.

Ebenfalls geöffnet bleiben die sogenannten Easydrive-Stellen in Bazenheid, Gossau und Degersheim. «Die drei Easydrives sind in den letzten Tagen stärker frenquentiert als sonst», stellt Corradini fest. Deshalb denkt er, dass die Kunden die Dramatik der Coronavirus-Situation bisher unterschätzt haben. Corradini vermutet das viele ihre Kellerräume ausgeräumt und anschliessend die Entsorgung von unbrauchbarem Material getätigt haben. Deshalb appelliert er an Vernunft der Bevölkerung, sämtliche Sammelstellen nur aufzusuchen, wenn es unbedingt notwendig ist. Nicht verderbliche und saubere Abfälle für die Separatsammlung sollen möglichst Zuhause gelagert werden. Die Entsorgungsparks sollen nicht zum Zeitvertreib aufgesucht werden.

Doch welche Entsorgungen werden als notwendig eingestuft? «Wir haben beispielsweise auch gewerbliche Betriebe, die ihren Abfall bei uns abliefern», erklärt Corradini, «die Baustellen laufen weiter und müssen ihren Abfall entsorgen können.» Die aktuelle Situation sei ernst zu nehmen. «Papier, Plastik und Altglas kann man doch problemlos eine Weile sammeln», meint Corradini, «zu zu einem späteren Zeitpunkt entsorgen.»

Sicherheitsabstände müssen eingehalten werden

Weil die Sammelstellen und Easydrive-Standorte weiterhin offen bleiben, achtet der ZAB, dass die verschärften Massnahmen des Bundes strikt eingehalten werden. Um die Mitarbeiter zu schützen helfen die Mitarbeiter nicht mehr beim Abladen des Entsorgungsmaterials. In den Entsorgungsparks werden höchstens sechs Autos auf einmal zugelassen. «Die notwendigen Sicherheitsabstände zu ZAB-Mitarbeitern und anderen Kunden müssen eingehalten werden», so Corradini. Deshalb komme es auch zu Wartezeiten.

Auf Abfalltrennung verzichten

Nach Angaben des ZAB wird auch die kommunale Sammlung von Kehricht und Grüngut aus Privathaushalten und Gewerbe weiterhin gewährleistet. «Es wird jedoch empfohlen, im privaten Haushalt Abfälle wie Masken, Taschentücher, Hygieneartikel und Papierhandtücher unmittelbar nach Gebrauch in Plastiksäcken zu sammeln und diese dann in den ordentlichen Gebührensack zu legen», wird betont. In Haushalten, in denen erkrankte oder unter Quarantäne stehende Personen leben, soll zudem auf die Abfalltrennung verzichtet werden. Das heisst? Auch die ansonsten separat gesammelten Abfälle wie PET-Getränkeflaschen oder Aludosen sollen mit dem normalen Kehricht entsorgt werden. In der Medienmitteilung teilt der ZAB auch mit, dass die Abfallverbrennung im Garten oder in Cheminées in der aktuellen Situation verboten sind. (pd/mac)