Es fehlte der letzte Biss. Es fehlte vielleicht auch das Quäntchen Glück, um den Leader ins Straucheln zu bringen. Immerhin wäre ein Unentscheiden oder gar ein Sieg möglich gewesen. Doch Uzwil nutzte seine Chancen nicht. In den Fokus rückte dabei der 18-jährige Nicolas A. Müller. Er war gleich in beide Spiele verwickelt, die Uzwil hätte gewinnen können. Sowohl das erste Männerdoppel mit Müller/Cwalina als auch das dritte Männereinzel mit Müller gingen ganz knapp im Entscheidungssatz verloren. In beiden Spielen präsentierte sich der aufstrebende Nationalspieler schlapp und unkonzentriert. Das überraschte, als doch gerade er zuletzt besonders ansprechende Leistungen gezeigt hatte – beispielsweise am Vortag.

Beim Auswärtssieg in La Chaux-de-Fonds gehörte Nicolas A. Müller zu den besten Uzwilern. Er gewann seine beiden Spiele und schlug dabei sogar den starken Mathias Bonny. Allgemein zeigte die Mannschaft eine beeindruckende Leistungssteigerung. Allen voran überzeugte Artem Pochtarev auf der ganzen Linie, übernahm die Leaderrolle und gewann an diesem Wochenende alle seine vier Spiele. Dies wurde vom Heimpublikum mit viel Applaus goutiert.

Scheiwiller fällt womöglich länger aus

Doch ein Spieler fehlte. Julien Scheiwiller musste verletzt pausieren. Sein Knie schmerzt schon seit einer ganzen Weile. Jetzt zog er auf ärztliches Anraten die Reissleine. Nun muss er für unbestimmte Zeit sein Knie schonen. «Ich könnte allenfalls noch länger ausfallen», sagt Nationalspieler Julien Scheiwiller.

An der Tabellenspitze zieht Tafers (18 Punkte) alleine davon. Dahinter wird es ganz eng. Es folgt eine punktgleiche Fünfergruppe (12 Punkte) mit St.Gallen-Appenzell, Argovia, Yverdon, Zürich und La Chaux-de-Fonds. Uzwil bleibt knapp dahinter auf dem zweitletzten Platz (10 Punkte) – vor Schlusslicht und Aufsteiger Lausanne (8 Punkte). Die nächste NLA-Runde wird am 24. November gespielt. Uzwil tritt auswärts gegen Zürich an. (pd/red)

Resultate, Nationalliga A, 5. + 6. Runde:
5. Runde:
La Chaux-de-Fonds – Uzwil 2:6
Lausanne – Yverdon 3:5
St. Gallen-Appenzell – Zürich 4:4
Tafers-Fribourg – Argovia 6:2

6. Runde:
Uzwil – Tafers-Fribourg 3:5
Argovia – La Chaux-de-Fonds 4:4
Yverdon – St. Gallen-Appenzell 4:4
Zürich – Lausanne 4:4

Rangliste:
1. Tafers-Fribourg 6/18. 2. St. Gallen-Appenzell 6/12. 3. Argovia 6/12. 4. Yverdon 6/12. 5. Zürich 6/12. 6. La Chaux-de-Fonds 6/12. 7. Uzwil 6/10. 8. Lausanne 6/8.

Nächste Spiele (7. Runde):
Sonntag, 24. November: Zürich – Uzwil (14.00 Uhr), Tafers-Fribourg – Lausanne (14.00 Uhr), Argovia – Yverdon (14.30 Uhr), St. Gallene-Appenzell – La Chaux-de-Fonds (14.30 Uhr).