Das Budget des ZAB geht für das Jahr 2021 von einem Gesamtertrag von rund 37 Millionen Franken aus und präsentiert sich nach Abschreibungen von rund 3 Millionen Franken mit einem Gewinn von 1,8 Millionen Franken. Das Budget basiert dabei auf einer umbaubedingt reduzierten Verarbeitungsmenge von rund 125‘000 Tonnen Abfällen.

Im Rahmen der Delegiertenversammlung wurde auch über das laufende Projekt «Optimierung Energiepark Bazenheid» informiert. Im Zentrum des Bauprojekts stehen der Ersatz der Feuerung und des Kessels der 36-jährigen Ofenlinie 3, der Ersatz der Entstaubungsanlagen sowie der Ersatz der nass-chemischen Reinigung aller Linien mit einer Trockenreinigungsstufe. «Mit dem Umbau wird die Betriebseffizienz der Anlagen deutlich verbessert. Der ZAB befindet sich mit den Bauarbeiten auf Kurs», teilt das Unternehmen mit. Ende Juni konnte die aus dem Jahr 1984 stammende Ofenlinie 3 nach 36 Betriebsjahren ausser Betrieb genommen und im vergangenen Sommer zurückgebaut werden. Momentan laufen die Vorbereitungsarbeiten für den Einbau der neuen Feuerung und des neuen Kessels.

Bis zu 30 Prozent weniger Energieverbrauch

Mit dem Bauprojekt macht sich der ZAB fit für ein regional umfassendes Fernwärmenetz. Mit all den geplanten Massnahmen wird es möglich sein, den Eigenenergieverbrauch um 20 bis 30 Prozent zu senken. Damit werden laut ZAB am Standort Bazenheid Rahmenbedingungen für eine flexible Energiebewirtschaftung, aber auch ideale Voraussetzungen für den weiteren Ausbau der externen Energienutzung geschaffen, beispielsweise für die Versorgung von kommunalen oder regionalen Fernwärmenetzen. «Zudem kann die Flexibilität in der Energieproduktion mit einer vermehrten Ausrichtung auf Bedarf und Nachfrage gesteigert werden», schreibt der ZAB.

Mehr als genug Wärme vorhanden

In diesem Herbst konnte die vierte Etappe des Fernwärmenetzes Bazenheid abgeschlossen werden. Im kommenden Jahr soll mit dem Bau des Fernwärme-Asts ins Dorf Kirchberg begonnen werden. Das Wärmenetz Bazenheid-Kirchberg dürfte im geplanten Endausbau jährlich rund 20'000 Megawattstunden ab dem Energiepark des ZAB beziehen. Nach dem Umbau des Energieparks Bazenheid werden jährlich insgesamt 400‘000 bis 450‘000 Megawattstunden Wärme zur Nutzung verfügbar sein. Der ZAB ist somit mit seiner Infrastruktur künftig in der Lage, den Bedarf für verschiedene Fernwärmenetze jederzeit und nach Massgabe der saisonalen Bedürfnisse zur Verfügung zu stellen.

Geplant wurde in den vergangenen Jahren auch ein Fernwärme-Ast nach Wil. Dieses Projekt ist seitens der Stadt Wil aber vorderhand in die Schublade gelegt worden und es wird eine zweite Variante mit einer grossen Holzschnitzel-Heizung aufgegleist. Was schliesslich umgesetzt wird, soll kommendes Jahr bei einer Gegenüberstellung entschieden werden. (pd/red)