Die Absperrgitter um öffentliche Plätze und Sportanlagen bleiben noch mindestens bis zum 8. Juni stehen.  Bis dahin dürfen die Anlagen weder von der Öffentlichkeit noch von den Breitensport-Vereine benutzt werden. In einer Mitteilung fordern die Grünen nun die vorzeitige Lockerung der Bestimmungen. Dass die Sportvereine auch von der Nutzung der Anlagen ausgeschlossen bleiben, wenn sie die vorgeschriebene Grösse der Trainingsgruppe einhalten wollen, stört die Ortspartei. Dies widerspreche den Bundesvorgaben für eine schrittweise Öffnung im Sport.

«Die Absperrungen bleiben vorläufig bestehen»

Die Grünen schreiben deshalb: «Wir fordern den Stadtrat auf, auch für die Stadt Wil eine Aufhebung der verhängten Massnahmen anzugehen.» Die Stadt gedenkt vorerst nicht, den Forderungen nachzukommen. «Die Absperrungen bleiben vorläufig bestehen. Der Aufwand für eine Teilöffnung wäre immens», schreibt Phlipp Gemperle, Leiter Kommunikation der Stadt auf Nachfrage von hallowil.ch. Er nennt die Schutzkonzepte und die Desinfektion der Anlage nach jeder Benutzung als Aufwandstreiber. Auch sei das Facility Management der Stadt aufgrund der zusätzlichen Arbeit «stark gefordert». Die Situation werde laufend analysiert, so Gemperle. Und: «Das Vorgehen der Stadt ist absolut konform mit den Bundesvorgaben. Das kann man in Art. 6 der Covid-2-Verordnung nachlesen. Selina Büchel wurde übrigens eine Genehmigung für ihr Training erteilt.»

Die Grünen befürchten, dass die Unterstützung für die Corona-Massnahmen in der Bevölkerung schwinden könnte, wenn «die Einschränkungen ohne klare gesetzliche Grundlage und ohne verständliche Begründung aufrechterhalten werden.»