Die Zuschauer wurden für ihr Kommen und das Ausharren in der Kälte nur mit wenigen Wiler Offensivaktionen belohnt. Es war von Anfang an ein kampfbetontes Spiel, welches sich mehrheitlich im Mittelfeld abspielte. Den unbändigen Willen, einen Sieg davonzutragen, spürte man bei keinem der beiden Teams. Kein Tor zu erhalten war viel eher die Devise.

Das ging für die Wiler aber nicht einmal eine Viertelstunde lang gut. Der Ex-Wiler Magnus Breitenmoser verschaffte sich Platz auf der linken Seite und lancierte Danilo Del Toro, welcher das Leder aus gut 15 Metern über die Linie spedierte. Wils neuer Goali Anthony Mossi war chancenlos. In die Kritik waren aber dessen Vorderleute zu nehmen, da sie nicht aktiv genug verteidigten. Der Treffer verlieh der Affiche zwischen den beiden darbenden Vereinen etwas Würze. Hochstehender Fussball wurde aber auch in der Folge nicht geboten. Die kämpferische Note nahm jedoch von Minute zu Minute zu und die Zweikämpfe wurden hart geführt. Schiedsrichter Lukas Fähndrich hatte alle Hände voll zu tun und zeigte alles in allem zwölfmal die gelbe Karte.

Das gab es noch nie: Gelbsperre für einen Trainer

In der Offensive waren die Wiler auch in Halbzeit zwei beinahe inexistent. Schaffhausens Goalie Amir Saipi verbrachte mehrheitlich einen ruhigen Abend. Doch das Momentum, welches durch die Führung bei den Munotstädtern lag, sprang in der 53. Spielminute zu den Äbtestädter. Schaffhausens bester Torschütze und Captain, Helios Sessolo, wurde mit der Ampelkarte unter die Dusche geschickt. Die 710 Zuschauer erwarteten, dass die Wiler nun ein Offensivfeuerwerk zünden würden. Falsch gedacht.

Der einzige auf dem Feld, welchem es an Arbeit nicht mangelte, war Schiedsrichter Fähndrich. Speziell war, dass Murat Yakin Mitte zweiter Halbzeit ebenfalls die gelbe Karte sah. Aus Unzufriedenheit über einen Schiedsrichterentscheid schmettert er das Spielgerät auf den Boden, so dass es in hohem Bogen von dannen flog. Diese Überreaktion bringt ihm nun einen unrühmlichen Titel ein. Yakin ist der erste Trainer im Schweizer Profifussball, der eine Gelbsperre verbüssen muss. Aufgrund der vier erhaltenen Verwarnungen in der laufenden Saison darf Yakin beim nächsten Meisterschaftsspiel gegen Aarau nicht auf der Trainerbank platznehmen. Sein Assistent wird sein Amt übernehmen dürfen, wie dies in dieser Partie beim FC Wil Daniel Hasler für Ciriaco Sforza tat. Krankheitsbeding fiel der Wiler Cheftrainer aus.

Beide verlängern ihre Sieglosigkeit

Erst in der Schlussphase der Partie erhöhten die Wiler die Kadenz. Gegen Ende spielten nur noch die Gastgeber. Die Munotstädter konzentrierten sich ausschliesslich auf die Defensive und standen tief in der eigenen Platzhälfte. Aus dem Spiel entstanden allerdings weiterhin kaum nennenswerte Abschlüsse der Wiler. Bezeichnend war, dass eine Standardsituation für den Ausgleich herhalten musste. Valon Fazliu übernahm die Verantwortung in aussichtsreicher Freistossposition. Aus rund 18 Metern drosch er den Ball in die Maschen. Von der Mauer abgelenkt, wurde das Spielgerät unhaltbar für Saipi.

Getrieben vom Torerfolg drückten die Wiler in der Folge auf den Sieg. Flanke um Flanke folg in den Strafraum, doch keine fand einen Abnehmer in der regulären Spielzeit. In der Nachspielzeit nahm die Genauigkeit der Flanken zu. Silvio köpft eine Hereingabe von rechts an den Pfosten. Es blieb bei einer Punkteteilung, die beide Teams nicht wirklich weiterbringt. Die Wiler blieben zum vierten Mal in Folge sieglos, die Schaffhauser gar zum sechsten Mal.

Die wichtigsten Szenen des Spiels: (Quelle: www.sfl.ch)

 
So kam es zur Punkteteilung zwischen dem FC Wil und dem FC Schaffhausen.

Resultate, Challenge League, 16. Runde:
Wil - Schaffhausen 1:1
Vaduz - Chiasso 4:2
Kriens - Lausanne-Sport 1:2
Stade Lausanne-Ouchy - Grasshoppers 0:1
Aarau - Winterthur 2:2

FC Wil 1900 – FC Schaffhausen 1:1 (0:1)

IGP-Arena: 710 Zuschauer. – Sr: Fähndrich.

Tore: 14. Del Toro 0:1. 83. Fazliu 1:1.

FC Wil 1900: Mossi; Rohner (71. Celant), Schmied, Kamberi, von Niederhäusern; Muntwiler, Abedini; Duah (82. Silvio), Fazliu, B. Krasniqi (74. Bosic); Stojilkovic.

FC Schaffhausen: Saipi; Müller, Belometti, Kronig, Qollaku; Coulibaly; Lika, Breitenmoser (87. Tranquilli); Sessolo, Zé Turbo (58. Missi Mezu), Del Toro (79. Gönitzer).

Bemerkungen: Wil ohne Sforza, Brahimi (krank) Kostadinovic, Schmid (gesperrt), Klein, Schäppi, Wörnhard (verletzt), Sejdija und Beka (nicht im Aufgebot). Schaffhausen ohne J. Krasniqi, Mevlja, Bunjaku, Barry, Paulinho, Nikci, Dindamba, Bislimi und Vitija (verletzt). – Platzverweis: 53. Sessolo (zweite Verwarnung für Foul). – Verwarnungen: 13. Kamberi (Foul), 21. Sessolo (Foul), 37. Kronig (Foul), 54. Del Toro (Unsportlichkeit), 55. Rohner (Foul, im nächsten spiel gesperrt), 58. Fazliu (Foul), 59. Zé Turbo (Unsportlichkeit), 65. Yakin (Ballwegschlagen, im nächsten Spiel gesperrt), 70. Krasniqi (Schwalbe), 82. Lika (Foul), 92. Missi Mezu (Unsportlichkeit). – 91. Pfostenkopfball Silvio.

Rangliste:
1. Lausanne-Sport 16/36. 2. Grasshoppers 16/30. 3. Wil 16/24. 4. Winterthur 16/24. 5. Vaduz 16/23. 6. Kriens 16/22. 7. Aarau 16/20. 8. Stade Lausanne-Ouchy 16/15. 9. Schaffhausen 16/15. 10. Chiasso 16/11.

Nächste Spiele (17. Runde):
Freitag, 6. Dezember: Schaffhausen - Aarau (20.00 Uhr).
Samstag, 7. Dezember: Chiasso - Grasshoppers (17.00 Uhr), Kriens - Wil (17.30 Uhr).
Sonntag, 8. Dezember: Lausanne-Sport - Vaduz (15.00 Uhr), Winterthur - Stade Lausanne-Ouchy (15.00 Uhr).

Stimmen zum Spiel:

 
Der Wiler Torschütze Valon Fazliu und der Schaffhauser Tor-Vorbereiter Magus Breitenmoser äussern sich zum Unentschieden.

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Der Liveticker:

Für heute soll es das gewesen sein mit diesem Liveticker. Haben Sie noch einen schönen Samstagabend. Bis bald auf hallowil.ch.

Weiter geht es für den FC Wil am kommenden Wochenende mit dem Auswärtsspiel in der Innerschweiz gegen den SC Kriens, der heute Leader Lausanne nur knapp und spät mit 1:2 unterlegen ist. Gespielt wird am Samstag, 7. Dezember, 17.30 Uhr, im Kleinfeld in Kriens. Auch von dieser Partie berichtet hallowil.ch mit einem Liveticker.

Schlussfazit: Die Wiler müssen froh sein, können sie aus diesem Spiel einen Punkt mitnehmen. Auch in der zweiten Halbzeit waren die Schaffhauser zunächst die bessere Mannschaft. Als dann in der 53. Minute Captain Sessolo mit seiner zweiten gelben Karte von Platz musste, konnte man darauf hoffen, dass die Wiler das Spiel in die Hand nehmen würden. Dem war aber zuerst nicht so. Die Schaffhauser machten nicht mehr viel fürs Spiel und versuchten, den Vorsprung über die Zeit zu retten. Die Wiler ihrerseits erarbeiteten sich nur wenige Chancen. Symptomatisch war, dass es für den Ausgleich einen stehenden Ball brauchte. Fazluis Freistoss wurde von der Mauer der Schaffhauser noch abgelenkt und fand so den Weg ins Tor. In der Nachspielzeit traf Silvio mit seinem Kopfball noch den Pfosten. Ein Wiler Sieg wäre aber des Guten zu viel gewesen. Für die letzten beiden Partien in diesem Jahr, benötigt es eine Leistungssteigerung, wollen die Wiler das Fussballjahr noch versönlich abschliessen.

Schlusspfiff in der IGP-Arena: Der FC Wil und der FC Schaffhausen trennen sich 1:1.

95. Minute: Ein letzter Eckball für die Wiler. Muntwiler setzte den Ball aber übers Tor. Das dürfte es gewesen sein.

92. Minute: Missi Mezu sieht die gelbe Karte wegen einer Unsportlichkeit.

91. Minute: Und da ist die Chance für die Wiler: Silvio trifft mit seinem Kopfball aber nur den rechten Pfosten.

90. Minute: 4 Minuten werden nachgespielt.

87. Minute: Nächster Wechsel beim FC Schaffhausen: Breitenmoser macht Platz für Tranquilli.

83. Minute: TOOOOOOOOOOR für den FC Wil durch Fazliu zum 1:1. Er tritt an zu einem Freistoss aus 18 Metern und verwandelt diesen direkt. Der Ball wurde von der Mauer noch unhaltbar abgelenkt. Bezeichnend, dass ein stehender Ball den Ausgleich bringt.

82. Minute: Nächste gelbe Karte des Spiels: Lika sieht sie nach einem Foul am Schmied.

82. Minute: Ein weiterer Wechsel bei den Wilern: Anstelle von Duah spielt neu Silvio.

79. Minute: Zweiter Wechsel bei den Schaffhausern: Für Del Toro spielt neu Gönitzer.

74. Minute: Zweiter Wechsel beim FC Wil: Krasniqi macht Platz bis Bosic.

73. Minute: Duah versucht es mit einem Kopfball. Aber auch dieser Ball geht direkt auf den Torhüter der Gäste.

71. Minute: Erster Wechsel bei den Wilern: Für Rohner kommt neu Celant aufs Feld.

70. Minute: Da fällt Krasniqi gar theatralisch und Schiedsrichter Fähndrich zeigt ihm zurecht die gelbe Karte wegen einer Schwalbe.

69. Minute: 710 Zuschauer sind heute in der IGP-Arena. Nur.

67. Minute: Duah mit einem Schuss aufs Tor. Sein Versuch aus 25 Metern geht aber direkt auf den Torhüter. Dennoch ist es die beste Aktion der Wiler in der zweiten Habzeit bisher.

65. Minute: Nun sieht Trainer Yakin die gelbe Karte. Somit ist er im nächsten Spiel gesperrt, da es seine bereits vierte Verwarnung ist. Was für eine spezielle Sache.

63. Minute: Das Spiel ist weiter abgelfalcht. Die Schaffhauser wollen nicht mehr und die Wiler können scheinbar nicht mehr.

58. Minute: Erster Wechsel bei Schaffhausen: Zé Turbo verlässt das Feld und macht Platz für Missi Mezu. Zé Turbo sieht noch die gelbe Karte, weil er zu langsam vom Feld geht.

58. Minute: Und wieder eine Verwarnung: Fazliu sieht nach einem Foul an Breitenmoser die gelbe Karte.

55. Minute: Das Spiel wird ruppiger. Nun holt Rohner mit einer Grätsche von hinten Del Toro von den Beinen und sieht auch die gelbe Karte. Das Foul war an der Grenze zur roten Karte, welche von den Gästen gefordert wird. Trotzdem ist Rohner im nächsten Spiel gesperrt, da es seine vierte Verwarnung dieser Saison ist.

54. Minute: Die nächste gelbe Karte für einen Schaffhauser: Del Toro sieht den Karton für eine Unsportlichkeit.

53. Minute: Da muss Sessolo vom Platz: Nach einem Foul an Krasniqi sieht der Schaffhauser die zweite gelbe Karte und darf vorzeitig unter die Dusche.

51. Minute: Noch ein Fakt zu den Zuschauern. Auf der Gegentribüne haben sich handgezählte 173 Kiebitze eingefunden. Derby-Time à la Bergholz.

49. Minute: Der nächste Abschluss der Schaffhauser: Diesmal versucht es Del Toro. Aber auch er verfehlt das Tor deutlich.

46. Minute: 39 Sekunden hat es gedauert bis zum ersten Abschluss in der zweiten Halbzeit: Breitenmoser mit einem Schuss aus gut 20 Metern. Der Ball geht aber weit am Tor vorbei.

46. Minute: Anpfiff zur zweiten Halbzeit. Beide Mannschaften kommen unverändert aus der Kabine.

Pausenfazit: Es ist eine Halbzeit zu Ende gegangen, in welcher sich die Wiler nicht mit Ruhm bekleckert haben. In einem wenig unterhaltsamen Spiel waren es die Schaffhauser, die etwas mehr für die Partie getan haben. So geht auch die Führung der Gäste in Ordnung. Die Wiler waren offensiv zu ideen- und harmlos und standen in der Defensive oft zu weit vom Gegner entfernt. So konnten die Schaffhauser schalten und walten, wie sie wollten. Möchten die Wiler etwas Zählbares aus diesem Spiel mitnehmen, so bedarf es einer deutlichen Leistungssteigerung in Halbzeit zwei.

Halbzeit in der IGP-Arena. Die Gäste aus Schaffhausen führen mit 1:0. Das Beste an der ersten Halbzeit aus Sicht der Wiler? Sie ist vorbei.

45. Minute: Mindestens eine Minute wird nachgespielt.

42. Minute: Eine nennenswerte Szene spielt sich abseits des Spielgeschehens ab, als sich Lika und Abednini etwas nahe kommen. Der Griff von Abedini ins Gesicht von Lika hat aber keiner der Offiziellen gesehen, wobei sich Lika auch nicht fallen lässt.

38. Minute: Und noch eine gute Chance für die Gäste: Nachdem Lika durch die gesamte Abwehr hindurchläuft, lanciert er Zé Turbo. Dessen Schuss aus linker Position schrammt nur um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei. Glück gehabt, FC Wil.

37. Minute: Nächste Verwarnung für einen Schaffhauser: Kronig sieht nach einem Foul an Muntwiler die gelbe Karte.

36. Minute: Da haben die Wiler Glück: Lika verspringt der Ball alleine vor dem Wiler Tor. So kann Mossi noch aus dem Kasten eilen und den Ball halten.

33. Minute: Da ist der erste Wiler Schuss aufs Tor der Schaffhauser. Duah kommt über die rechte Seite und schliesst vom Strafraumrand mit einem satten Schuss ab. Der Ball geht aber genau auf Saipi, der keine Mühe hat, das Spielgerät abzuwehren.

31. Minute: Wir würden an dieser Stelle gerne mal wieder etwas spannendes über dieses Spiel berichten, aber auch mit viel Goodwill können wir Ihnen nichts in diese Richtung liefern. Vielleicht kommt ja noch was.

27. Minute: Breitenmoser versucht es mit einem Lupfer aus gut 20 Metern. Der Ball hat aber in etwa so wenig Zug wie die Wiler Offensive.

23. Minute: Eine gute Chance für die Schaffhauser: Del Toro versucht es nach einem Antritt über die linke Seite mit einem strammen Schuss, Kamberi kann den Ball aber abwehren.

21. Minute: Die nächste Verwarnung des Spiels: Sessolo hat das Bein gegen Abedini etwas gar hoch, was vom Schiedsrichter mit der gelben Karte quittiert wird.

18. Minute: Freistoss für die Wiler, nach einem Foul von Zé Turbo an Muntwiler: Der Versuch von Fazliu geht aber weit übers Tor.

14. Minute: TOOOOOR für den FC Schaffhausen durch Sessolo zum 0:1. Breitenmoser mit einem Antritt über die linke Seite. Er bedient schön Sessolo an der Strafraumgrenze. Dieser erzielt mit einem Flachschuss in die rechte Ecke den Führungstreffer für die Gäste. Da gab es für Mossi nichts zu halten. Umso mehr aber eigentlich für die Wiler zu verteidigen.

12. Minute: Gelb für Kamberi nach einem Foul an Lika.

11. Minute: Erster Eckball des Spiels: Nach einer schönen Kombination schliesst Krasniqi ab. Kronig kriegt aber das Bein noch dazwischen. Der Eckball bringt aber nichts ein.

7. Minute: Stojilkovic mit dem ersten Versuch. Duah kommt über die rechte Seite und bedient mit einem Rückpass Stojilkovic. Dieser versucht es mit einem Lupfer. Der Ball geht aber einen halben Meter übers Tor.

6. Minute: Viel interessantes passiert noch nicht im Wiler Südquartier. Vieles spielt sich im Mittelfeld ab. Beide Mannschaften sind in der Angriffsauslösung noch zu ungenau.

2. Minute: Die erste erwähnenswerte Aktion des Spiels: Schiedsrichter Fändrich und Muntwiler treffen sich zum Meinungsaustausch, ohne Konsequenzen für beide Seiten.

1. Minute: Schiedsrichter Lukas Fähndrich pfeifft das Spiel an. Der Ball rollt.

Die Mannschaften sind da. Gleich geht es los mit FC Wil gegen FC Schaffhausen. Viel Vergnügen.

Die Gäste aus Schaffhausen spielen in einem 4-1-2-3 System. Im Tor der Munotstädter steht nach verbüsster Sperre Saipi. Verteidigen werden von rechts nach links Müller, Belometti, Kronig und Qollaku. Einziger defensiver Mann im Mittelfeld ist Coulubaly. Das Mittelfeld komplettieren von rechts her gesehen Lika und der Ex-Wiler Breitenmoser. Offensiv spielen Sessolo, Zé Turbo und Del Toro.

Die Aufstellungen sind auch schon bekannt. Die Wiler spielen im gewohnten 4-2-3-1-System. Im Tor steht Mossi. In der Verteidigung spielen heute von rechts her gesehen Rohner, Schmied, Kamberi und von Niederhäusern. In defensiven Mittelfeld laufen Captain Muntwiler (rechts) und Abedini auf. Im offensiven Mittelfeld spielen von rechts nach links Duah, Fazliu und Krasniqi. Einizger Stürmer ist Stojilkovic. Wichtigste abwesende Person heute ist Trainer Sforza, der krankheitsbedingt nicht an der Seitenlinie stehen wird.

Guten Fussball-Abend, geschätzte Freunde des runden Leders. Herzlich willkommen aus dem Wiler Südquartier zur 16. Runde der Challenge League. Der FC Wil empfängt heute Abend den FC Schaffhausen. Mit mindestens einem Punkt kann der FC Wil Platz drei von Winterthur zurückerobern, das durch das 2:2 gestern Abend gegen Aarau die Wiler von ebendiesem verdrängt hat. Hoffen wir auf einen unterhaltsamen Anlass hier in der IGP-Arena. Pascal Ibig führt Sie durch die Partie.

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Die Vorschau:

Ciriaco Sforza gegen Murat Yakin, ein Trainerduell mit klingenden Namen. Es hört sich nach einer fussballerischen Affiche auf höchstem Niveau an. Es treffen aber zwei Mannschaften aufeinander, welche zuletzt zu kämpfen hatten. Aus den vergangenen beiden Partien holten beide Teams null Punkte und weisen ein Torverhältnis von -8 auf.

Die erste Saison ohne Klubpatron Aniello Fontana gestaltet sich für die Schaffhauser schwierig. Murat Yakin und sein Team befinden sich auf dem vorletzten Tabellenrang – und es droht an diesem Wochenende gar die rote Laterne. Das wäre der Fall, wenn Chiasso im Rheinpark beim FC Vaduz siegt und Schaffhausen in Wil taucht. Unter Roland Klein, dem neuen Eigentümer des Klubs, findet der FCS noch nicht in die Erfolgsspur. Aber auch die jungen Wiler durchlaufen eine erste richtige Baisse in dieser Spielzeit. Nach dem fast schon perfekten Saisonstart verloren die Äbtestädter zuletzt drei Spiele in Folge und reisten mit einer 0:5-Packung aus Lausanne zurück. Den Schaffhausern war es knapp zwei Wochen zuvor auf der Pontaise nicht anders ergangen. Die Waadtländer waren schlicht eine Nummer zu gross.

Die Wiler:

In den vergangenen drei Saisonspielen hat die Mannschaft von Trainer Sforza 13 Gegentore erhalten und lediglich 3 Treffer erzielt. Die Wiler müssen aus dieser Negativserie herausfinden, um sich im oberen Teil der Rangliste halten zu können. Es bedarf einer Reaktion, wobei die 0:5-Pleite in Lausanne trotz deutlichem Verdikt noch das kleinere Übel war als die Niederlagen zuvor gegen Vaduz und vor allem Chiasso. Wollen sich die Äbtestädter tatsächlich als Spitzenteam bezeichnen, sind Punkte gegen das formschwache Team aus Schaffhausen Pflicht. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Äbtestädter beinahe doppelt so viele Tore erzielt haben wie die Equipe von Murat Yakin.

Zudem stellen die Wiler immer noch den drittbesten Angriff der Liga – und mit Filip Stojilkovic den drittbesten Torschützen der Challenge League. Von den zuletzt Gesperrten kehrt Kwadwo Duah zurück. Goalie Zivko Kostadinovic sitzt seine letzte Sperre ab, Dominik Schmid verbüsst seinen zweitletzten «Strafsonntag».

Die Schaffhauser:

Bei den Munotstädtern ist derzeit nicht nur die Defensive das Problem. Sie stellen die schwächste Offensive der Liga. Lediglich 14 Tore wurden in den bisherigen 15 Partien dieser Saison erzielt – das sind vier weniger als Schlusslicht Chiasso. Sechs dieser Treffer markierte Helios Sessolo. Ansonsten konnte sich einzig Stossstürmer Gaëtan Missi Mezu bislang mehr als einmal über ein persönliches Erfolgserlebnis freuen. Selbst in der ersten Cup-Hauptrunde gegen 1.-Ligist Linth 04 gab es nur einen Treffer zu bejubeln – dafür eine 1:3-Niederlage zu verarbeiten.

In taktischer Hinsicht ist Trainer Murat Yakin schwer zu durchschauen. In den letzten drei Spielen wählte er stehts ein anderes System, was die Munotstädter unberechenbar macht.