Im Wiler Schulrat haben es Parteien schwer. Aktuell gibt es nur eine Pateivertreterin: Miriam Schildknecht von der SP. Da sie auf eine neuerliche Kandidatur verzichtet, droht der Schulrat ein parteifreies Gremium zu werden – und somit weiter an Rückhalt im Stadtparlament zu verlieren. Im ersten Wahlgang Ende September wurden Elmar Meile-Ganter und Evelyne Engeler Mohn im Amt bestätigt. Beide sind parteilos. Die vier Parteivertreter haben das Absolute Mehr alle verpasst.

Zwei Mandate sind am 29. November im zweiten Wahlgang noch zu vergeben. Die SP möchte «ihren» Sitz halten. Kandidatin Albertina Palushi-Bullakaj kandidiert erneut, obwohl sie im ersten Wahlgang lediglich 1826 Stimmen gemacht hat. Damit landete sie bei acht Kandidaten auf Platz sieben und hat das Absolute Mehr um über 1500 Stimmen verpasst. «Albertina Palushi-Bullakaj vertritt einen grossen Anteil der Bevölkerung. Mit ihrem persönlichen Hintergrund bringt sie eine wertvolle Bereicherung und Erfahrung für die vielfältigen Schulen der Stadt Wil mit. Als Berufs- und, Familienfrau mit schulpflichtigen Kindern ist sie nahe am Geschehen», begründet die SP. Und weiter: Es brauche im Schulrat zwingend auch die Vertretung der Parteien. (pd/sdu)