Die Meteorologen stellen zwar einige Tage vor Beginn der Hinterthurgauer Sportferien einige Schneeflocken in Aussicht. Die anhaltende weisse Winterpracht ist im Unterland jedoch noch in weiter Ferne. Somit steht der Skilift Oberwangen noch still. «Die Hoffnung auf Schnee und somit die Eröffnung des Skilifts stirbt bekanntlich zuletzt, sagt Genossenschaftspräsident Harald Wagner. Es sei ja noch nicht März und somit bleibe noch etwas Zeit. «Wir sind auf jeden Fall bereit, ein Schalterknips und es kann losgehen», sagt er. Auf die Frage nach dem möglichen Einsatz von Schneekanonen meint er, das sei nicht zuletzt auch aus ökologischer Sicht nicht erstrebenswert. Eine Schneegrundlage und konstante zwei Grad minus seien Voraussetzungen für die Beschneiungsanlagen.

Keine gravierende Ausnahme

So eine schneearme Zeit sei keine Ausnahme, berichtet Harald Wagner. Im Jahr 1973 habe man gleich in der ersten Saison eine Null geschrieben. Die Tatsache, dass es in den letzten 20 Jahren mehr Betriebstage gegeben habe als in den ersten 20 Jahren in der Geschichte des Oberwangener Skilifts, motiviere natürlich. Da in Oberwangen kein Tourismus stattfinde und auch keine Löhne anstehen würden, sei das Defizit auch nicht so spürbar. Zumal man auf die Unterstützung von rund 40 grosszügigen Sponsoren rechnen dürfe. «Mit der Bandenwerbung sind die Fixkosten pro Saison praktisch gedeckt», sagt Wagner. 

Im Jahre 1973 wurde der Skilift Oberwangen an relativ schneesicherer Lage – die Talstation liegt auf 627 Meter über Meer – durch ein Handwerkerkonsortium erstellt. Später wurde der Lift von der Skilift AG übernommen und betrieben.

Christina Avanzini

Als Erinnerungsstütze: So hat hallowil.ch vor einem Jahr berichtet: