Nach dem bitteren Weekend vor einer Woche mit Niederlagen gegen Näfels II und Andwil-Arnegg, welche einen Aufstieg in die Nationalliga B unmöglich machten, ging es zum Abschluss für die Wiler noch um Platz 3. Mit einem Sieg gegen Einsiedeln hätte man eben diese noch überholen können. Gegen Einsiedeln standen die Wiler nur mit sechs Spieler in der Halle. Das ist die Mindestanzahl Spieler. Wären sie einen weniger gewesen oder hätte sich jemand verletzt, hätte man forfait geben müssen. Damit man überhaupt antreten konnte, wurde die erste Herrenmannschaft mit einem Spieler aus der zweiten Equipe verstärkt. Der erste Satz verlor man deutlich mit 12:25. Einsiedeln war spielbestimmend und die Wiler bekundeten Mühe mit dem schnellen Kombinationsspiel der Schwyzer.

Im zweiten Durchgang startete Wil um einiges besser. Man konnte mit Einsiedeln mithalten und führte mit 23:17. Der Satzgewinn war in greifbarer Nähe. Und tatsächlich: Obwohl Einsiedeln stärker wurde, gaben die Wiler den Satz nicht mehr aus den Händen und gewannen 25:23. Die nächsten beiden Umgänge gingen dann wieder mehr als deutlich an die Gastmannschaft aus Einsiedeln. Mit 25:9 und 25:13 gewann diese die letzten Sätze und verteidigte mit diesem Sieg im letzten Saisonspiel der 1. Liga-Volleyball den dritten Rang. Die Wiler konnten die starke Hinrunde nicht bestätigen und verloren ihre letzten drei Spiele. Anstatt auf dem Barrage-Platz zu landen, beendet man die Saison als Vierter.

Mit wenig viel erreicht

Trotzdem war es alles in allem eine positive Spielzeit der Äbtestädter. Nach der Saison 17/18 ist es die beste Saison, welche der STV Wil in der 1. Liga gespielt hat. Damals erreichte man ebenfalls den 4. Platz. Damit erfüllten die Äbtestädter die Ziele, welche man sich vor der Saison gesetzt hatte. Ein Selbstläufer war das aber ganz und gar nicht. Denn die Wiler waren mit neun Spielern in die Saison gestartet. Nach dem Austritt eines Akteurs und der Trennung von Trainer Draho Greso Mitte der Saison musste man das Jahr mit acht Spieler und ohne Trainer zu Ende spielen. Für eine 1. Liga-Mannschaft eigentlich kaum vorstellbar. Und trotzdem konnte man sich in den Top 4 der Liga etablieren und lange um den Aufstieg mitspielen. Das zeigt die eigentliche Qualität, welche diese Wiler Mannschaft hat. Die Frage bleibt: Was hätte erreicht werden können, wenn man seit Beginn der Saison mit einer kompletten Mannschaft inklusive Trainer gespielt hätte? Eine Antwort darauf wird es nicht geben. (lto)

Resultate, 1. Liga, Gruppe D, 17. und letzte Runde:
Wil – Einsiedeln 1:3
Chur – Andwil-Arnegg 1:3
Voléro Zürich – Lunkhofen 3:0
Kanti Baden – Näfels II 3:1

Schlussrangliste:
1. Jona II 16/44. 2. Andwil-Arnegg 16/36. 3. Einsiedeln 16/33. 4. Wil 16/28. 5. Lunkhofen 16/22. 6. Voléro Zürich II 16/19. 7. Chur 16/18. 8. Näfels II 16/11. 9. Kanti Baden 16/5.