Elia Schmid, wie ist es zu diesem Wechsel in der Funktion des NLA-Teamchefs gekommen?
Christian Hotz und ich kennen uns schon seit ein paar Jahren. Während der vergangenen Saison hat er mich gefragt, ob ich nächste Saison Captain werden möchte. Ich habe sofort Ja gesagt.

Am Wochenende beginnt die neue Saison: Wie setzt sich die erste Mannschaft des TTC Wil zusammen?
Wir spielen mit Christian Hotz, Oscar Perman aus Schweden, Matiss Burgis aus Lettland, Fredrik Möller aus Schweden und mir. Oscar Perman kommt neu zu Wil. Der junge Schwede spielte vergangene Saison bei Wädenswil. Da Wädenswil den Ligaerhalt nicht schaffte und Perman unbedingt in der Schweiz weiter in der NLA spielen wollte, antwortete er positiv auf das Angebot von uns. Der TTC Wil führt so die Tradition fort, schwedische Spieler zu verpflichten.

Welches sind die Stärken und Ziele des TTC Wil in der neuen Saison?
Unser Ziel ist sicherlich der Titelgewinn. Alles andere, als sich dies nicht zum Ziel zu setzen, wäre verkehrt. Natürlich muss dafür die Chemie innerhalb des Teams stimmen. Dies erwarte ich auch als Captain. Jeder muss für jeden gehen, auch nach Niederlagen soll man für seine Teamkollegen da sein. Unsere Stärken liegen in der Ausgeglichenheit der Mannschaft. Jeder von uns kann punkten. Matiss Burgis als ehemaliger Top-100-Spieler, Christian Hotz war 2008 Einzel-Schweizermeister und ich gewann ebenfalls mehrere Schweizermeistertitel.

Wie stufen Sie das Niveau der NLA ein? Welche Teams gehören zu den Favoriten für den Meistertitel?
Das Niveau der NLA steigt kontinuierlich. Es gibt mittlerweile unzählige ausländische Profis, die das Niveau dieser Liga extrem hochhalten. Ganze fünf von acht Teams treten mit Spielern mit der höchsten Klassierung A20 an. Aus meiner Sicht werden wohl Serienmeister Muttenz, Meyrin, Lugano und Wil um den Meistertitel spielen.

Wie wird sich der Aufsteiger Bulle in der obersten Liga meistern?
Bulle, wo ich in jungen Jahren spielte, ist dank dem 14-fachen Schweizer Meister Thierry Miller in die NLA aufgestiegen. Ich gehe davon aus, dass Thierry Miller, Luca Anthonioz und Andy Perroud keinen Sieg in dieser Saison einfahren können, vorausgesetzt, die anderen Teams spielen in Vollbesetzung. Sie sind klassierungsmässig am schlechtesten aufgestellt.

Welche Teams sind abstiegsgefährdet?
Wie schon gesagt wird es Bulle schwer haben. Veyrier kann es ebenfalls treffen, da es Farid Saidi, der dritte Spieler im Team, gegen die jungen Wilden schwer haben wird.

Die erste Doppelrunde findet am Wochenende vom statt. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag hat Wil Heimvorteil. Wie stufen Sie die Gegner Bulle und Lugano ein?
Gegen Bulle ist ein Sieg Pflicht. Es ist immer wieder eine tolle Herausforderung, gegen Altmeister Thierry Miller zu spielen. Das Spiel am Sonntag gegen Lugano wird wie jedes Jahr ein harter Kampf. Die Luganesi haben mit Philip Merz (A19) zwar eine Schwachstelle auf der dritten Position, doch gegen die beiden Profis Csaba Molnar und Simone Spinicchia wird es für uns alle sehr schwierig werden, da diese zwei sehr erfahren und auch im Doppel sehr schwer zu bezwingen sind. Statistisch gesehen sind wir da eher die Aussenseiter.

By: Monika Frey Mäder