Die ordentliche Generalversammlung der WIPA stand ganz im Zeichen der angelaufenen Sanierungen der Parkhäuser. Am Parkhaus Bahnhof ist die erste Sanierungsetappe bereits fortgeschritten.

Sanieren und neu gestalten
Nach VR-Präsident Armin Eugster ist eine Abklärung des Zustandes der Parkhäuser auf Grund steigender Schadstellen notwendig geworden. Mit dem Beizug eines Spezialisten, dem Büro Deuring und Oehniger, sei auch die Neugestaltung Thema geworden. Für den Benutzer der Parkhäuser werde sich nach der Sanierung ein deutlich freundlicheres Bild ergeben. Es werde eine Sanierung für die nächsten 30 Jahre werden.

Zu den Details der Sanierung informierte Alexander Mierzwa vom Ing.Büro Deuring+Oehninger. An Hand von Details wies er auf die zahlreichen Schadtstellen an Decken und Böden hin. Bei der Zustandsabklärung hätten sie auch die Bereiche Sicherheit, Treppen, Signaltechnik, Lüftung, Elektro- und Sanitäranlagen unter die Lupe genommen. Bei der Ladenpassage gehe es lediglich um die Sanierung des Durchgangsbereiches. In fünf Etappen laufe die Ende Mai angelaufene Sanierung des Parkhauses Bahnhof ab und dauere rund 14 Monate. Das Parkhaus bleibt, wenn auch reduziert, während der ganzen Sanierung zugänglich.

Erweiterungsplanung mit Projekt Bahnhofplatz
Die WIPA befasst sich im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Bahnhofplatzes mit einer Erweiterung des Parkhauses um 120 Plätze auf einem Geschoss. Das Vorprojekt könne bis 2020 stehen. Eine Abstimmung für den Kredit Bahnhofplatz ist auf 2022 zu erwarten, was den Bau zwischen 2023 bis 2025 ermöglichen könnte. Der Zeithorizont passt der WIPA durchaus, erst nach der Sanierung der Parkhäuser das Erweiterungsprojekt angehen zu müssen.

Reduzierte Dividende
Geschäftsführer Thomas Wipf informierte über zahlreiche Neuerungen und Verbesserungen im abgelaufenen Jahr wie den Ersatz der Kassen und Einfahrschranken sowie die Einführung der Saldokarte. Herausragend für die WIPA sei weiter die Tatsache, dass sie noch vor der Sanierung anlässlich der Zertifizierung einen Award ausgestellt bekommen hätten. Im Ausblick auf 2018 wies Wipf auf die millionenschwere Sanierung des Parkhauses Bahnhof hin und die Erneuerung der Liftanlagen.

Bei der Belegung der Parkhäuser lief es offensichtlich über Erwarten gut mit dem Erreichen des höchsten Umsatzes seit Bestehen der Parkhäuser. Der Reinertrag fiel ob ersten Sanierungskosten mit 421'500 Franken tiefer aus als im Vorjahr. Der Verwaltungsrat beantragte die Dividende auf 8% (Vorjahr 10%) zu reduzieren, um die Sanierungslast auffangen zu können. Nach VR-Präsident Armin Eugster kann es für nächste Jahre gar zu 0% Dividende kommen. Allerdings werde ab 2021 wieder der Normalfall eintreten können.

Die Aktionäre stimmten der Rechnung ohne Gegenstimme zu, was auch bei der Gewinnverwendung mit reduzierter Dividende der Fall war.

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Das Projekt Bahnhofplatz schubladisieren?
Unter Varia brachte Richard Koller einen vielleicht nicht ganz ernst gemeinten Vorschlag zur Lösung des Verkehrsproblems am Bahnhof ein. Er schlug vor die Buslinien Süd auf die Südseite des Bahnhofs auf das zu erwerbende heutige Postareal zu verlegen. Das würde nicht nur das Bahnhofareal entlasten, sondern auch die Verkehrsströme ob wegfallenden Busfahrten. Das Projekt Bahnhofplatz würde man besser schubladisieren.

Armin Eugster gab dazu zu verstehen, dass allein ein Erwerb des Postareals für die WIPA kaum Thema sein könne. Die Beurteilung des verkehrstechnischen Teils überlasse er gerne dem verantwortlichen Stadtrat Daniel Stutz.