Seit 2013 sind in der Stadt Wil die Fallzahlen in der Sozialhilfe um rund einen Drittel gestiegen.

Falllast auf 80 pro 100 Stellenprozente reduzieren

Derzeit verfügen die fallführenden Sozialarbeitenden über 490 Stellenprozente für die Bearbeitung von aktuell 499 Fällen. Auf 100 Stellenprozente entfallen damit über 100 Dossiers. Einer Sozialarbeiterin respektive einem Sozialarbeiter stehen damit pro Fall durchschnittlich nur rund eineinhalb Stunden Arbeitszeit pro Monat zur Verfügung. Damit kann eine enge Fallführung nicht gewährleistet werden.

Vergleichsgemeinden arbeiten mit deutlich tieferen Fallzahlen. Eine Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW hat unlängst für die Stadt Winterthur die positiven Folgen einer reduzierten Falllast bestätigt. Das Departement SJA möchte darum die Falllast auf 80 pro 100 Stellenprozente reduzieren. Der Stadtrat beantragt aus diesem Grund im Rahmen des Budgets 2019 zusätzliche Personalressourcen für die Sozialen Dienste.

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Stadtrat Dario Sulzer steht dem Departement Soziales, Jugend und Alter vor.

Pilotprojekt hat sich gelohnt

Im Rahmen eines Pilotprojektes haben die Sozialen Dienste seit 2016 die Sozialhilfepraxis überprüft und die Rückerstattung in der Sozialhilfe forciert. Das Projekt hat sich auch in finanzieller Hinsicht gelohnt. Seit Projektstart konnten deutlich mehr Einnahmen generiert werden, als die notwendigen Ausgaben für die geschaffene Stelle betragen. Der Stadtrat hat die Umwandlung der bisher befristeten Stelle in eine unbefristete Stelle im Budget 2019 beantragt.

Vorgesehen ist, dass mittelfristig auch ein Ausbau der Arbeitsintegrationsmassnamen erfolgt, damit Klientinnen und Klienten der Sozialhilfe möglichst rasch in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden können und nicht mehr auf Sozialhilfe angewiesen sind.

Umfassende Analyse

Zusammen mit der Hochschule Luzern sollen Fragen betreffend der Beeinflussbarkeit von Fallzahlen und Kosten durch die Organisation, der arbeitsmarktlichen Integration von Sozialhilfebeziehenden und der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren überprüft werden. Dafür hat der Stadtrat eine neue einmalige Ausgabe in der Höhe von 26‘000 Franken gesprochen. Die Ergebnisse werden für das zweite Semester 2019 erwartet.

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Weitere Themen

Bauarbeiten für Neubau Industrieweg sind abgeschlossen

Die Bauarbeiten für den 200 Meter langen Industrieweg zwischen Bildfeld und Ebnet-Eschenau in Bronschhofen sind nach rund fünf Monaten Bauzeit abgeschlossen. Die Umsetzung erfolgte als Massnahme zum Agglomerationsprogramm 2. Generation. Entsprechend tragen der Bund und der Kanton St. Gallen einen grossen Teil der Kosten von rund 1,2 Millionen Franken.

Durch die neue Bahnunterquerung in unmittelbarer Nähe der Bushaltestelle «Bildfeld Mitte» sind die Arbeitsplätze im Industriegebiet Ebnet-Eschenau nun mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen. Zudem wird mit der neuen Personenunterführung eine deutliche Verbesserung für den Langsamverkehr, insbesondere für Fussgängerinnen und Fussgänger zwischen den Naherholungsgebieten Areal Psychiatrie Nord und Dreibrunnen, erreicht.

Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten wie Topographie, Platzverhältnisse wurde eine Ausbauvariante mit einer Treppe und Schieberampe für Velos und Kinderwagen auf der Ostseite der Gleisanlage umgesetzt. Es handelt sich dabei um eine technische und wirtschaftliche Kompromisslösung, welche die Bedürfnisse aller Benutzergruppen berücksichtigt.

Der Stadtrat hat folgende Entscheide gefällt:

• Für die stark sanierungsbedürftige Mörikonerstrasse wurde 2007 ein Sanierungskonzept erstellt, das seither schrittweise umgesetzt wird. Für die aktuellen Etappen hat der Stadtrat die entsprechenden Auflagenprojekte und ein Kostenbudget von total 870‘000 Franken genehmigt. Damit werden in erster Linie Tiefbauarbeiten inklusive Hochwasserschutz, die Modernisierung der Strassenbeleuchtung sowie die Erneuerung der Meteorwasserleitung umgesetzt.

• Die Gaspreise der Stadt Wil werden per 1. Januar 2019 leicht erhöht. In der Preiskategorie «Monovalent» werden die Preise bei jährlichen Bezügen bis 500‘000 kWh um 6,7 Prozent respektive bei Bezügen über 500‘000 kWh um 7,1 Prozent erhöht. In der Preiskategorie «Bivalent» beträgt die Erhöhung 8,1 Prozent. Beim Aufpreis zum Biogasmix gibt es keine Veränderungen. Die CO2-Abgabe, die zusätzlich in Rechnung gestellt wird, beträgt neu 1,738 Rp./kWh. Im aktuellen Preisvergleich liegen die TBW weiterhin unter dem schweizerischen Durchschnittswert.

Parlamentssitzung am 12. Dezember 2018

An der Sitzung vom 12. Dezember 2018 berät das Stadtparlament folgende Traktanden:
1) Budget und Steuerfuss für das Jahr 2019: Investitionsrechnung Technische Betriebe Wil; Laufende Rechnung Technische Betriebe Wil; Investitionsrechnung Stadt Wil; Erfolgsrechnung Stadt Wil
2) Nachtrag I zum Reglement über die Anstellung und Besoldung des Stadtrats
3) Reglement über die Einsetzung der Parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK-Reglement)
4) Interpellation Guido Wick (GRÜNE prowil) – Wiler Lösung für Wiler Mittagstisch
5) Interpellation Christoph Hürsch (CVP) – Zustand der Trinkwasserversorgung der Stadt Wil

Unterlagen

Reminder: Fahrplanwechsel am Sonntag 9. Dezember 2018

Der neue Fahrplan bringt viele Verbesserungen für den Wiler ÖV-Benutzer. Unter anderem verkehren mehr Busse und Züge und die Stadtbuslinien 701-704 werden Montag bis Freitag durchgehend im Viertelstundentakt geführt.

Die detaillierten Änderungen auf dem Gebiet der Stadt Wil finden Sie hier. Der aktuelle Fahrplan kann jederzeit online bei den SBB abgerufen werden.