Das Projekt, im Rahmen einer Masterarbeit an der Hochschule der Künste Zürich, geht von der Annahme aus, dass sich Institutionen eine Organisation und Struktur geben, die Halt und Orientierung bietet. Gleichzeitig besteht die Gefahr von «Scheuklappen» sowie festgefahrenen Abläufen und Prozessen, die es regelmässig zu überprüfen gilt. Der Dialog über die Grenzen der Institutionen hinaus hat sich als sehr hilfreich und geeignet erwiesen um über den Tellerrand zu schauen, wie es im aktuellen Mitteilungsblatt heisst. 

In Bewegung kommen

Auf ihre Motivation angesprochen, erklärt Bettina Schneider Weder aus Stein (AR): «Ganz konkret interessiert mich die Frage: Wie kann ich als Theaterpädagogin in eine Institution einwirken und diese in Bewegung bringen? Damit meine ich, dass es mich interessiert, wie ich diese Institutionen nicht nur auf geistiger und struktureller Ebene bewegen könnte, sondern wie sich diese Institutionen auch tatsächlich durch die Menschen an andere Orte bewegen lassen, um dort miteinander in Bewegung zu kommen.»

Kochen mit allen Sinnen

Nachdem anfänglich nur je eine Vertretung pro Institution zum Kennenlernen eingeladen war, erweiterte sich der Kreis im Zug von insgesamt vier Treffen oder «Versammlungen», wie die grösseren Zusammenkünfte genannt wurden. Es wurde gemeinsam über dem offenen Feuer im Freien gekocht. Dabei wurden Körper, Seele und Geist miteinbezogen. Zutaten wie Gemüse symbolisierten die Bedürfnisse und Wünsche für den Austausch, Ingwer, Salz und Peperoncini brachten Feuer und neue Ideen. So resultierten jedes Mal nützliche und überraschende Perspektiven für den Arbeitsalltag und ein gemeinsamer Suppen- oder Voressen-Genuss rundete die dreistündigen Versammlungen ab.