Keine Weihnachten ohne Mailänderli, Vanillekipferl und Christstollen. Sie sind typische Beispiele für die Zucker-Fett-Kombination. Diese macht Lebensmittel besonders schmackhaft. An Feiertagen steckt sie besonders oft in Speisen. 

Das ganze Jahr über ist sie vor allem in Patisserie, in Fertiggerichten und auch in Cremés zu finden. 

Hoher Zuckerkonsum

Die moderne Lebensweise bringt einen massiv überhöhten Zuckerkonsum mit sich. Übers Jahr verteilt nimmt eine erwachsene Person heute im Durchschnitt rund 40 Kilogramm Zucker zu sich. Damit hat sich der pro Kopf Verbrauch in den letzten 150 Jahren um das zwanzigfache gesteigert.

Damit der energiereiche Zucker nutzbar wird, schüttet die Bauspeicheldrüse Insulin aus. Dieses erschwert seinerseits die Verarbeitung von Fett, es wird eingelagert. Die Folgen dieses Effektes sind auf der Waage unschwer zu erkennen.

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Die reduzierte Bewegung während der Pandemie hat vielen Menschen eine Gewichtszunahme beschert. Über die Feiertage sollte man beim Schlemmen auch auf kalorienarme Köstlichkeiten setzen.  (Foto: pixabay RitaE) 


Speisen geschickt kombinieren

Um der Zucker-Fettfalle auszuweichen ist nicht Verzicht angesagt, viel mehr sollte man auf bewusste Ernährung setzen.

Bei Stress, bei Energiedefiziten sowie bei Heisshungerattacken wird instinktiv zur Zucker-Fett-Kombination gegriffen. Sie beruhigt und spendet rasch frische Power. Allerdings ist sie selten mit Vitaminen und mit anderen Vitalstoffen kombiniert und damit ernährungstechnisch nicht besonders wertvoll.

Statt zu Biskuits, zu Schokolade oder zu Praliné zu greifen, sollte man öfters der Linie zuliebe kalorienärmerem Obst, Früchten, Gemüsestreifen oder auch Salaten den Vorzug gegeben werden.

Vollkornprodukte

Um grosse Energieschwankungen vorzubeugen, die zu plötzlichen Hungerattacken führen, sind regelmässige Mahlzeiten ideal.

Das Frühstück sorgt für eine gute Basis. Wer nach dem Aufstehen noch keinen Hunger verspürt, kann sich in der ersten Pause einen Imbiss gönnen. Vollkornprodukte sind ausdauernde Energielieferanten. Sie können mit Frischkäse oder mit Magerquark ergänzt werden. Gehackte Küchenkräuter oder Gemüse- oder Früchtescheiben sorgen zusätzlich für geschmackliche Verfeinerung. 

Früchte, Obst, auch in Dörrform, sowie Beeren sind ideale Geschmacksträger im Müesli. Fertigmischung enthalten oft Fett und Zucker in beträchtlichen Mengen, besser mixt man sie selber.

Als Mittagsmenü eignen sich fettarme Energielieferanten wie Teigwaren, Kartoffeln, Reis, kombiniert mit Gemüse und/oder mit Salat.

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Verschiedene in der Winterzeit beliebte Getränke enthalten Zucker und Fett in Kombination.  (Foto: pixabay Sabrina_Ripke_Fotografie)   


Zuckerarme Getränke

Abends können etwas fetthaltigere Lebensmittel auf den Tisch kommen, Fisch, Käse oder auch Eier. Sie sollten allerdings höchstens sparsam mit Kohlenhydraten kombiniert werden. In der Nacht kann der Organismus Fett besser verarbeiten.

Als Durstlöscher eignen sich generell Mineralwasser sowie ungesüsste Früchte- oder Kräutertees. Für einen optimalen Stoffwechsel sollten es pro Tag 1,5 Liter oder auch mehr sein.

Fruchtsäfte, Limonaden und Energydrinks sowie Trinkschokolade enthalten erhebliche Zuckermengen, deshalb sollten sie höchstens in kleinen Mengen konsumiert werden.