Beat Bolliger, Geschäftsführer der Raiffeisen Wil, erwähnte in seinem Kurzreferat klar, dass die Verfehlungen des ehemaligen Allmächtigen Vinzens, dem Renommee der Bank, kaum förderlich waren. «Zum Glück aber greifen nun die eingeführten Neurungen und Reorganisationen, die den einzelnen Banken wieder mehr Einfluss und Mitspracherecht und somit eine Kontrollmöglichkeit geben», so Bolliger. Dass Machtgier aber nicht belohnt werde, sei positiv und man sei nun froh, dass die Bank zwar einen Image- aber keinen finanziellen Schaden erlitten habe, so Bolliger weiter. Er kündete weiter Bestergebnisse der Wiler Niederlassung an, auch wenn infolge der Negativzinsen und Mehraufwendungen der Ertrag nach wie vor sehr erfreulich, aber nicht mehr ganz so hoch sei. «Der Raiffeisenbank Wil geht es aber nach wie vor ausgezeichnet», erzählte Bollinger.

Viel Arbeit und noch mehr Geduld

Susanne Hartmann attestierte der Arbeit im Rathaus und für die Stadt Wil gute Noten, bestätigte aber, dass sich viele Projekte aus verschiedenen Gründen manchmal etwas schleppend vorankommen würden. Abklärungen, Einsprachen oder Analysen seien nicht immer förderlich, Aufgaben und Projekte so schnell zu verwirklichen, wie dies der Bürger wünschte. Zu den grossen Aufgaben gehören in der nahen Zukunft die Lösung der Schulraumfrage grundsätzlich und eine für alle verträgliche Lösung für die Mädchensekundarschule St. Katharina. Aufgegleist ist an verschiedenen Fronten das Grossprojekt Wil West, das aber sehr komplex sei und langfristig und nachhaltig bearbeitet werden müsse. Obwohl sie sehr gerne Stadtpräsidentin in Wil sei, möchte sie die Chance nutzen im März als neue Regierungsrätin des Kantons St. Gallen gewählt zu werden. Die Frage, ob sie weitere Ziele verfolge, liess Hartmann offen und stellte klar, dass sie trotz Wahlkampf mit ganzem Einsatz Stadtpräsidentin sei und es der Zukunft überlasse, wie sich ihr politischer Weg weiter entwickeln werde.

Auf dünnem Finanzeis

Aus sportlicher Sicht beruhigte EC Wil-Präsident Roger Dietschweiler die Gäste und verabschiedete einige Darstellungen aus dem EC Wil in den Bereich der Gerüchteküche. Mit dem Erreichen der Playoffs habe man das sportliche Ziel erfüllt und sei mit Trainer Andy Ritsch in positiven Gesprächen für die Zukunft. Auch wenn Leistungsträger den EC Wil verlassen werden, konnten man mit anderen die Verträge verlängern und habe gute Kontakte, um mit neuen Akteuren auch in der kommenden Saison wieder eine positive Rolle in der 1. Liga spielen zu können. Dies, obwohl man den finanziellen Gürtle nach wie vor sehr eng schnallen müsse. (pd)