Der traditionelle Nationentag zur 25. Organisation liess Menschen aus mehreren Nationen in Erscheinung treten, welche schon zum ersten Fest dabei waren. Der äusserlichen Feier auf dem Festplatz vor dem Pfarreizentrum ging ein ebenso festlicher Gottesdienst in der Kirche St. Peter voraus. Gleich vier Seelsorger aus vier Nationen, zelebrierten den Gottesdienst. Stadtpfarrer Roman Giger konnte gleich doppelt so viele Nationen begrüssen, welche in grosser Zahl dem Festgottesdienst beiwohnten. Ein Albanerchor erfüllte das Haus mit ansprechenden Melodien.


International umrahmter Gottesdienst
Für einen farbigen Einzug in die Kirche sorgten albanische Jugendliche und philippinische Frauen. Mit einer Tanzaufführung, in den Händen eine brennende Kerze, stimmte die Frauengruppe aus Philippinen den Gottesdienst ein. Wie gewohnt am Nationenfest fand der Wortgottesdienst mehrsprachig statt.

In seiner Predigt wies Stadtpfarrer auf die aktuelle Situation im Umgang mit Migranten hin und erwähnte die unselige Trennung von mexikanischen Familien in den USA. Das Evangelium verweise auf den solidarischen Umgang mit Fremden hin. Jesus habe sich selber auf die Seite der Schwachen gestellt. Eine weitere Anforderung Jesu: „Wer der Grösste sein will, sei der Diener aller“.

Zum Abschluss des Gottesdienstes zeigte sich der Albanerchor noch einmal mit einer gesanglichen Einlage.

Feststimmung mit vielen Nationen
Im Anschluss an den Gottesdienst war Nationentreff in und um das Pfarreizentrum angesagt. Mehrere Gruppen aus verschiedenen Nationen wie Albanien, Italien, Brasilien etc hatten Speiseangebote aus ihren Kulturen vorbereitet. Die grosse Zahl Gäste aus der Stadt und der Region benutzte die Gelegenheit, die Speisen aus anderen Ländern zu geniessen. Dank schönster Witterung herrschte buntes Treiben auf dem Festplatz.

Stadtpfarrer Roman Giger eröffnete die Vorstellungen der verschiedenen Kulturen gleich selber. Persönlich begrüsste er Peter Zink, der schon vor 25 Jahren dabei war. Auf 19 Jahre Mitwirken konnte auch Markus Lehner vom Pfarreirat zurückblicken. Ein bekanntes Gesicht war auch Lorenzo, für die Moderation der Auftritte auf der Bühne zuständig. Stadtpfarrer Roman Giger betonte, wie das Nationenfest seit 1993 fester Bestandteil des Pfarreilebens sei. Das Fest bilde sozusagen ein Mosaikstein für Integration und diene dem besseren Verständnis untereinander.

Über zwei Stunden Vorführungen
Moderator Lorenzo betonte zur Anwesenheit der verschiedenen Kulturen, dass diese Menschen nicht nur am heutigen Tag, sondern das ganze Jahr über unter uns seien. So sollen sie nicht nur heute bei ihren Auftritten Beachtung erhalten, sondern auch unter dem Jahr, wenn sie uns auf der Strasse begegneten.

Bei den Auftritten stand die albanische Volksgruppe als Erste auf der Bühne. Deren bunte Kleidung sorgte für anmutige Auftritte. Noch farbiger wurde es bei der indischen Volksgruppe mit ihren Tanzeinlagen. Die dritte Formation galt auch einer Nation, allerdings schweizerischer Natur. Der Gesangslehrer von der Klosterschule St. Katharina präsentierte 28 Mädchen mit einer Reihe gesanglicher Einlagen. Harte Schule wurde es beim Auftritt der Brasil-Gruppe mit kämpferischen Vorführungen, verbunden mit akrobatischen Einlagen. Spanische Frauen zeigen sich mit schwungvollen Tänzen. Eine grössere Guppe trat unter Inside Afrika auf mit Gospelmelodien.

Wer bis zur letzten Nummer auf der Pfarreibühne durchhielt, durfte zahlreiche schöne Erinnerung nach Hause tragen.