Welchen Jahrgang wird unser Kind wohl haben? Diese Frage müssen sich die wenigsten werdenden Eltern stellen, wenn sich die Geburt ankündigt. Für Rialda und Adis Zulji aus Züberwangen aber wurde sie am 31. Dezember 2019 plötzlich sehr aktuell, nachdem bereits am frühen Morgen die Wehen eingesetzt hatten. Kommt das Baby noch im alten Jahr zu Welt oder lässt es sich Zeit? Dies sei ihr zwischendurch schon durch den Kopf gegangen, sagt Rialda Zulji.

Der kleine Ayan aber hielt sich genau an den errechneten Geburtstermin und kam am 1.Januar 2020 um 1.09 Uhr zur Welt. Damit ist er das erste Baby, das 2020 im Spital Wil das Licht der Welt erblickt hat. Er ist 51 Zentimeter gross und 3890 Gramm schwer und hat schon Besuch von der ganzen Familie bekommen, darunter auch sein dreijähriger Bruder. «Seine Freude hielt sich in Grenzen. Er muss sich wohl erst noch daran gewöhnen, dass er nun ein Geschwister hat», erzählt Vater Adis lächelnd. Rialda und Adis Zulji aber sind überglücklich. «Das Gefühl, wenn man das Neugeborene in den Armen hält, ist einfach unbeschreiblich – auch beim zweiten Mal», sagt die 26-jährige Rialda Zulji.

Erstmals seit 2016 wieder mehr Geburten

Die Geburt eines Kindes ist aber auch für das Geburtshilfeteam immer wieder etwas Besonderes. «Jede einzelne Geburt ist für mich wieder ein kleines Wunder, bei dem wir unterstützend und begleitend dabei sein dürfen», sagt die Leitende Ärztin Irene Trummer-Sander, die in der Silvesternacht Dienst in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe hatte. Dieses Wunder ereignete sich 2019 im Spital Wil insgesamt 615 Mal. So viele Kinder kamen vergangenes Jahr dort zur Welt. Dies sind 30 mehr als im Jahr 2018. Damit stieg die Geburtenzahl am Spital Wil im Vergleich zum Vorjahr erstmals seit 2016 wieder leicht an. Von den 615 Babys waren 317 Mädchen und 298 Jungen, sechs von ihnen Zwillinge.

Bei den Vornamen gab es wieder deutliche Spitzenreiter. Bei den Jungen führt Dario die Liste an, gefolgt von Nino und Nico. Bei den Mädchen waren die beliebtesten Vornamen Laura, Emilia und Lina. (pd/red)