Seit Mitte September sind am dritten Operationssaal des Spitals Wil kleinere Anpassungen zum Ausbau der Kapazitäten im Gang. Bis am 25. Oktober sollen sie laut Angaben der Spitalregion Fürstenland-Toggenburg (SRFT) abgeschlossen sein. «Mit der Fertigstellung präsentiert sich der Saal vergrössert und im Sinne der betrieblichen Abläufe optimiert. Danach verfügt die SRFT am Standort Wil über drei zeitgemässe Operationssäle», schreibt die SRFT am Montag in einer Medienmitteilung.

Im gesamten Operationsbereich wurden bereits im Zeitraum zwischen 2014 und 2016 im Zuge der Neuorganisation der Sterilisation in Zusammenarbeit mit der Zentralen Sterilgut-Versorgungsabteilung (ZSVA) in St. Gallen diverse Anpassungen in der Infrastruktur vorgenommen.

Mehr Kapazität für die Nofallversorgung

Mit den baulichen Anpassungen ist es der SRFT möglich, den Operationsbetrieb ab dem 4. November am Spital Wil zu konzentrieren. «Dies ermöglicht eine Verbesserung der Qualität sowie den verbesserten Einsatz der Ressourcen, weil das Fachpersonal gezielter und effizienter eingesetzt und die Operationssäle besser ausgelastet werden können», schreibt die Organisation. Die SRFT geht davon aus, dass in den Wintermonaten alle Säle aufgrund der grösseren Zahl an frei wählbaren sowie krankheits- und unfallbedingten Operationen betrieben werden. Grundsätzlich stünden für die Notfallversorgung künftig mehr Kapazitäten zur Verfügung.

Vor- und Nachbetreuung weiterhin in Wattwil

Technische Gerätschaften und Materialien können aus dem Operationssaal des Spitals Wattwil übernommen werden, wo aus Kostengründen keine Operationen mehr durchgeführt werden. Hier wird der Fokus in der stationären Versorgung auf die Medizin, Akutgeriatrie und Alkoholkurzzeittherapie (PSA) gelegt. Für Patienten aus dem Toggenburg bleiben die Serviceleistungen und die Expertise der Chirurgie, Orthopädie, Gynäkologie und Urologie dennoch in Wattwil erhalten. Sprechstunden, der ambulante Voruntersuch inklusive Narkosegespräch, bildgebende diagnostische Verfahren oder eine Vielzahl von weiterführender Diagnostik finden weiterhin im Spital Wattwil statt. Die Nachbetreuung durch den Operateur oder anschliessende Therapien – zum Beispiel Physiotherapie – können ebenfalls in Wattwil durchgeführt werden. (pd/red)