Bei Marimba mag man an Musik aus der Karibik, allenfalls Jazz denken. Doch Theresa Wunderlin, Querflöte und Inez Ellmann, Marimba, hatten – nebst zeitgenössischen und Tango Nuevo-Kompositionen – auch Bearbeitungen klassischer Werke wie Debussys «Claire de Lune» oder Isaac Albeniz‘ «Asturias» im Programm. Ursprünglich für Klavier – in «Asturias» Fall auch für Gitarre – geschrieben, eigneten sich diese Werke ausgezeichnet für die perkussive Spielweise der Marimba, deren Töne weich perlten.

Das Programm war einer Weltreise von Ost nach West gleich zusammengestellt. Theresa Wunderlin zeigte die reiche Klangvielfalt der Querflöte, die den weichen Klang der japanischen Shakuhachi nachahmen konnte. Mit Gareth Farrs «Kembang Suling» erklang eine Suite, in welchen mit wunderbaren Klangbildern Impressionen von Bali, Japan und Indien gezaubert wurden. In «Dreams Of The Cherry Blossoms», einem Improvisationsstück, durfte sich die Marimba schliesslich solistisch entfalten.

Jazzige Vielfalt

Der französische Impressionismus war mit Claude Debussy vertreten: «Arabesque» und «Claire de Lune» wurden mit Querflöte und Marimba zu Klanggemälden voller Licht und Mystik. Mit Astor Piazzolas Tango Nuevo-Stücken «Bordell» und «Café 1930» entfaltete die Marimba ihr jazzige Vielfalt, die Querflöte schmiegte sich an die Begleitung an.

Mit Debussys «Little Negro» verabschiedete sich das Duo Wunderlin / Ellmann von seinem Publikum, das sich neugierig auf diese ungewöhnliche Klangkombination eingelassen hatte. (pd)