In einer sehr einseitigen Partie unterliegen die Wiler einem schwachen Gastgeber. Trotz drückender Überlegenheit und haufenweise Chancen gelang den Ostschweizern in der Eulachstadt kein Tor. Dem Heimteam reichten zwei Möglichkeiten um das Spiel zu entscheiden.Die Gäste aus Wil starten furios in dieses Derby. Bereits nach 4 Spielminuten wurde Alves steil lanciert, doch anstatt direkt den Abschluss zu suchen, liess er seinen Gegenspieler aussteigen. Sein Abschlussversuch wurde dann von selbigem Winterthurer geblockt. Im direkten Gegenzug kam Winterthur zu seiner einzigen Torchance im ersten Durchgang. Topscorer Silvio nutzte diese per Kopf zum 1:0.

Das war es dann aber auch mit der Eulachstädter Herrlichkeit in den ersten 45 Minuten. Nur wenige Minuten nach der Führung hatten die Wiler gleich zwei reisen Chancen zum Ausgleich. Vor allem Zé Eduardos Abschluss aus kürzester Distanz hätte den Weg ins Tor finden müssen, flog aber stattdessen in den Zürcher Nachthimmel.

Wil drückt auf den Ausgleich

Auch in der Folge war das Team des heute gesperrten Konrad Fünfstück die deutlich
bessere Mannschaft. Zwischenzeitlich flachte die Partie jedoch ein wenig ab. Rund eine halbe Stunde war gespielt als die Wiler wieder auf das Gaspedal drückten und vehement den Ausgleich suchten. In regelmässigen Abständen kamen sie nun zu Chancen, wurden aber oft im (aller-)letzten Moment gestoppt. Das 1:0 zur Pause war für Winterthur äusserst schmeichelhaft.

Der FC Wil machte in der zweiten Halbzeit dort weiter, wo er in der Ersten aufgehört hat. Die Fans sahen über weite Strecken ein Powerplay der Gäste. Nur sehr selten brachten die Winterthurer den Ball über die Mittellinie. Meistens fand der Ball aber postwenden den Weg zurück. In der 50. landete eine Flanke von Caine Keller punktgenau bei Kucani, dessen Kopfball flog aber über das Tor.

Drückende Überlegenheit ohne Torerfolg

Die Gastgeber agierten oft erschreckend harmlos und fanden kein Mittel gegen die wirbligen Wiler. Angriff um Angriff rollte auf das Tor von Minder zu. Doch zu oft scheiterte das Team von Konrad Fünfstück am letzten Pass oder einem ungenauen Abschluss. Vor allem auf den Aussenbahnen herrschte sehr viel Betrieb. Die wirbligen Keller und Kucani bereiteten Winterthur immer wieder Sorgen.

Das 2:0 in der Nachspielzeit war die logische Konsequenz einer erfolglosen Schlussoffensive der Gäste. Trotz allen Bemühungen wollte dem FC Wil kein Tor gelingen. 60% Ballbesitz, 22 zu 3 Torschüsse! Unglaubliche Zahlen, die am Ende trotzdem keine Punkte brachten. Der FC Wil tut nun gut daran, an seiner Effizienz zu arbeiten.

FC Winterthur 2:0 FC Wil 1900 (1:0)

Schützenwiese, Winterthur: 3000 Zuschauer. – SR: Nikolaj Hänni.

Tore: 5. Silvio 1:0, 93. Silskovic 2:0.

FC Winterthur: Minder; Stettler, Katz, Schättin, Schulz; Lanza (61. Ulrich); Duah, Gazzetta (46. Huser), Radice, Sutter (75. Sliskovic); Silvio.

FC Wil 1900: Freid; Goncalves, Lekaj, Stillhart, Schällibaum; Zé Eduardo, Scholz; Kucani (79. Breitenmoser), Alves, Keller (60. Cortelezzi); Kienast (89. Savic).

Bemerkungen: Winterthur ohne Markaj (gesperrt), Lopez, Ljubicic und Roth (alle verletzt), Zimmerli, Di Gregorio, Simic und Krasniqi (alle nicht im Aufgebot). Wil ohne Latifi (gesperrt), Ilazi, Lombardi, Sacirovic, Huber, Baumann und Rahimi (alle Verletzt), Hamdiu, Vonlanthen, Schiavano, Atila, Gjoshi und Pugliese (alle nicht im Aufgebot).

Verwarnungen: 8. Stettler, 26. Duah, 38. Lekaj, 46. Goncalves.