Wer durch die breite Obere Bahnhofstrasse schlendert, kommt kaum auf die Idee, dass sie unterirdisch ein Gewässer unterquert. Der Krebsbach entspringt in den südöstlichen Hängen bei den Weilern Langegg und Weid, unweit des Grubenquartiers. Ein Brunnenschacht in einer Wiese markiert seine Quelle.

Unter der Stadt
Das Gewässer fliesst via Rossrüti in Richtung Wil, wo er oberirdisch am Rand der Badi Weierwise und des Stadtweiers zu erkennen ist. Bevor es unter den Liegenschaften abtaucht, ist er noch hinter dem Restaurant Laghetto zu sehen. Einen letzten Blick kann man an der Dufourstrasse auf den Krebsbach werfen, bevor er für längere Zeit unter der Stadt verschwindet. Ab dem Werkhof fliesst er in einem Betonkanal, zum Teil unterirdisch. Bei Rickenbach vereinigt er sich mit dem Alpbach und schliesslich mit der Thur.

Drei Führungen
Erich Galbier kennt den Krebsbach und seinen Verlauf besonders gut. Der pensionierte Leiter Tiefbau und Verkehr beim Departement Bau, Umwelt und Verkehr der Stadt Wil wirkte an verantwortlicher Stelle mit, als sein Bett saniert werden musste. Er weiss kenntnisreich von den besonderen Herausforderungen während den Bauarbeiten zu berichten. Dazu sind Führungen an drei Tagen im Gebiet Obere Bahnhofstrasse programmiert.

Markierter Verlauf
Während der Sommeraktion „„uf än art wil i“ der Künstlergruppe Ohm 41 wird der unterirdische Verlauf des Krebsbaches an der Oberen Bahnhofstrasse oberirdisch markiert. Interessierten wird es sogar möglich sein, ein Stück weit seinem Lauf unterirdisch zu folgen.

Sicherheit geht vor
Da die Durchflussmenge sehr rasch ändern kann, ist die Passage gemäss Erich Galbier nur bei geeigneten Wetterverhältnissen möglich, andernfalls ist das Sicherheitsrisiko zu hoch. Viel Wissenswertes rund um den Stadtbach werden die Besucher bei jedem Wetter zu hören bekommen.

Krebsbach-Führungen:
Montag, 25.6., 19 Uhr; Treffpunkt Bar Ohm 41
Freitag, 29.6.,19 Uhr; Treffpunkt Bar Ohm 41
Sonntag, 01.07, 10.30 Uhr; Treffpunkt Bar Ohm 41