Die Unternehmungen aus Wil und der Region fanden sich in grosser Zahl ein, sich über die angekündigten Themen im Bereich Solarstrom und Elektromobilität ein Bild zu machen. Bereits wurde auf den Anlass „Elektromobilität“ vom 9. Juni mit integriertem Solar-Cup hingewiesen. Der Anlass gilt aus der Sicht der Stadt auch dem Ausbau der Vernetzung unter den Unternehmungen, um die grossen Herausforderungen der Zukunft gemeinsam zu meistern. 

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"Chez Maman", das Mobil von Thurvita sorgte für den Startapéro, serviert von Mitarbeitenden der Stadtvervaltung.

"Chez Maman", das Mobil von Thurvita, sorgte für den Startapéro, serviert von Mitarbeitenden der Stadtvervaltung.


„Wil ist nicht einfach eine Stadt“ 
Nach Stadtpräsidentin Susanne Hartmann ist Wil Zentrum und wichtiger Bezugspunkt für die Menschen aus einer grossen Region. Dabei spielten die Unternehmungen eine zentrale Rolle. Gerade mit dem ESP Wil (Entwicklungsschwerpunkt Wil-West) stehe ein grosser Ausbau in verschiedenen Bereichen auf der Agenda, eine vorteilhafte Möglichkeit für Firmenerweiterungen und Neuansiedlungen.

Der diesjährige Unternehmerapéro gelte ebenso Zukunftsentwicklungen in den Bereichen Elektromobilität und Solarstrom. Wil wolle eine nachhaltige Stadt werden, nachhaltig in Bezug auf Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit. Das kürzlich gestartete Projekt „Smart City Wil“soll proaktiv Antworten geben auf die Herausforderungen der Zukunft. 

Warum jetzt auf Elektro-Mobilität?
Urs Schwegler von e-mobile.ch betonte eingangs den notwendigen Wechsel auf Elektro-Antriebe bei Fahrzeugen, zur Reduzierung der Umweltprobleme. An Hand von Graphiken zeigte Schwegler auf, wie sich nun auch die Autoindustrie in diese Richtung bewege. Vor allem China habe diesbezüglich überdurchschnittlich zugelegt. In China werde auf 2019 gar eine Vorgabe eingeführt, dass 10% der Neuwagen mit Elektro-Antrieb ausgerüstet sein müssen. Die traditionelle Autoindustrie bewege sich noch immer auf tiefem Niveau. 

Die Steigerung des Aktionsradius für Elektroautos, aktuell mit bis zu 400 km, könne auch höhere Anforderungen erfüllen. Vorteilhaft nannte er, dass trotz höherer Batteriekapazität, deren Gewicht nur marginal zugenommen habe. Bezüglich Ladestationen laufe die Entwicklung im öffentlichen Bereich zufriedenstellend. Private Stationen gerade in Mehrfamilienhäusern bedürften einer detaillierten Planung, um die Ladeleistung in Grenzen zu halten.

Beratungsangebot der Stadt 
Die Stadt Wil wie auch e-mobile.ch bieten „Mobilitätsberatung für Unternehmen und Bauherren. Dabei geht es um eine Erstberatung durch Fachleute, verbunden mit der Einschätzung der jeweiligen Situation. In erster Stelle stehen Vorschläge zur Optimierung. Fokussiert und praxisnah wird weitergehend Unterstützung geboten bei der Planung und Umsetzung.

Smart City wird Thema 
Der Entwicklungsprozess „Smart City Wil“ ist bereits angelaufen. An ihrem Stand informierte die von der Stadt Wil beauftragte Firma „Consign“ Bern über das Vorgehen. Stephan Juen und dessen Partnerin wiesen im Gespräch darauf hin, dass unter Smart City eine grundsätzliche Verbesserung der Lebensqualität mit Blickpunkt 2050 zu verstehen ist. Dabei gehe es nicht in erster Linie um grosse Investitionen, sondern um die Verbesserung der Ressourcen-Effizienz. Es müsse ein offenes Innovations-Milieu entwickelt werden. Darin spielten die Unternehmungen eine wichtige Rolle, gemeinsam Projekte in Angriff zu nehmen. Juen betonte, dass es keineswegs alleine um High-Tech Anwendungen gehe, sondern vielmehr um die Optimierung alltäglicher Abläufe.

Die ganze Einwohnerschaft werde in die Prozesse eingebunden. Als ersten Schritt werden Jugendliche an den Wiler Schulen über ihre Bedürfnisse befragt und über mögliche Entwicklungen informiert. Die Städter sollen zunehmend angehalten werden, vernetzt zu arbeiten. 

Unternehmensvorstellungen und Informationen
Die ganze Halle der Lokremise war mit Ständen verschiedenster Unternehmungen belegt. Die Gäste konnten sich über die Angebote durch die anwesenden Spezialisten im Detail informieren. Der Apéro riche aus der Küche von Thurvita mundete allseits. Den Service hatten städtische Angestellte übernommen.