Die Corona-Hilfe richtet sich an Privatpersonen, die aufgrund der Krise in finanziellen Schwierigkeiten sind. Sie erhalten bei ihrer Wohnsitzgemeinde eine kompetente Beratung. Zudem können sie im Fall von finanziellen Schwierigkeiten unter bestimmten Bedingungen ein Gesuch um finanzielle Corona-Hilfe stellen.

Mehr als 1 Million Franken ausgeschöpft

Die Gemeinden melden dem Kanton regelmässig, wie viele Beratungen und Gesuche um finanzielle Corona-Hilfe bearbeitet beziehungsweise bewilligt wurden. Bis zum 30. Juni 2021 waren es 369 Beratungen und 170 bewilligte Gesuche. Insgesamt wurden rund 1,2 Millionen Franken ausbezahlt. Im Durchschnitt wurden pro Haushalt 7371.40 Franken ausbezahlt, möglich sind höchstens 10'000 Franken. Die Corona-Hilfe wird über den ganzen Kanton hinweg breit genutzt. In den grösseren Städten ist der Bedarf nach Beratung und finanzieller Unterstützung entsprechend höher. Insgesamt steht für die Corona-Hilfe 5 Millionen Franken zur Verfügung.

Familien mit Kindern stark betroffen

In den häufigsten Fällen sind die Betroffenen aufgrund der Corona-Krise arbeitslos geworden oder sie beziehen Kurzarbeitsentschädigungen. Die Corona-Hilfe soll diese unverschuldeten Einkommenseinbussen abfedern und verhindern, dass die Betroffenen langfristig in finanzielle Nöte geraten oder Schulden aufbauen. Der Zwischenstand zeigt auf, dass vor allem Familien mit Kindern diese Hilfe in Anspruch nehmen. Mehr als die Hälfte der Gesuche stammt von dieser Bevölkerungsgruppe.

Regierung beobachtet Situation

Die Regierung hat die Ausschöpfung der Corona-Hilfe Ende Juni zur Kenntnis genommen und bei der Berechnung der finanziellen Corona-Hilfe kleinere Anpassungen vor-genommen. Diese sollen den Gemeinden die Berechnung erleichtern. Der nächste Zwischenbericht zur Corona-Hilfe ist auf Ende September geplant.

Gesuche können weiterhin bei der Gemeinde oder auf der Website www.coronahilfe.sg.ch gestellt werden. Die Corona-Hilfe läuft voraussichtlich, bis die gesamten zur Verfügung stehenden 5 Millionen ausgeschöpft sind. Auf der Website findet sich auch eine Übersicht der zuständigen Beratungsstellen. Die Informationen stehen in zehn verschiedenen Sprachen zur Verfügung.