Die Kirchenvorsteherschaft hat deshalb das Gespräch gesucht und den Kriegsbetroffenen ihr Mitgefühl zum Ausdruck gebracht. Es gibt in Russland Kosakenbünde, die als besonders regierungstreu gelten, vom Regime Gelder erhalten und im Krieg in der Ukraine und als Schlägertrupps gegen regierungskritische Personen zum Einsatz kommen.

Anders der Chor der Bolschoi Don Kosaken: Er nimmt mit seinem Namen die Tradition alter Volkslieder und sakraler Gesänge aus Russland, aber auch aus der Ukraine, auf. Es ist ein Männerchor, der in Österreich beheimatet ist und ausschliesslich aus Berufssängern besteht, die sich für diese Konzerttournee zusammenfinden, als Personen aus verschiedenen osteuropäischen Nationen. Weil Kultur verbindet, hat die Kirchenvorsteherschaft der Aufführung des Konzertes zugesagt. «Die ukrainischen Flüchtlinge fühlen sich sonst gut hier bei uns und danken für die Aufnahme, hoffen aber sehr, bald wieder nach Hause zurückkehren zu können», lassen sich die Verantwortlichen in einer Mitteilung zitieren. Der Chor habe im Hinblick auf die angespannte Lage sein Repertoire angepasst, er singt keine Kriegsmärsche und tritt nicht in kosakischen Uniformen auf.