«Unzustellbares Paket!», so mahnte eine SMS hallowil.ch-Redaktorin Janine Meyer am Sonntag knapp zwei Wochen nach Weihnachten. Sie wurde aufgefordert, den Paketstatus zu überprüfen. Ebenfalls in der SMS enthalten: Ein Code, mit dem der Status des angeblichen Pakets abgerufen werden könne, sowie ein Kurzlink, also eine abgekürzte Internetadresse. Solche Dienste zur Nachverfolgung von Paketen sind an sich ganz praktisch, nur: In diesem Fall wurde kein Paket erwartet. Und so war schnell klar: Hierbei handelt es sich um eine Spam-SMS. Nur schon die Tatsache, dass «Trackinfo» als Absender auftaucht und nicht etwa der Zustelldienst, ist verdächtig. Auch, dass keinerlei Angaben zum Paket gemacht werden, stimmte misstrauisch.

Das Überprüfen der angegebenen Internetseite bestätigt denn auch: Hier handelt es sich um einen ganz plumpen Versuch, möglichst einfach an Daten zu kommen. So suggeriert zwar das Design der aufgerufenen Website, man sei beim Paketzusteller DHL gelandet. Ein Blick auf die URL in der Adresszeile zeigt aber: Nein, ist man nicht, sondern man wird auf eine andere Seite umgeleitet. In diesem Fall dürften die Spammer versuchen, möglichst einfach an Ihre Daten zu kommen. Denn die sind in Zeiten der Digitalisierung wahrlich Gold wert, und zwar echtes.


Verdächtige SMS: Was tun?

  • Keine Nummern anrufen, die Ihnen ungefragt übermittelt werden
  • Keine Links anklicken, denen Sie nicht unbedingt vertrauen (Hinweis der Redaktion: Der im Artikel angesprochene Link wurde zur Recherche über einen Browser am Computer geöffnet. Zudem wurden keine Daten übermittelt.)
  • Keine Daten übermitteln
  • Keine Antwort senden, auch nicht, um sich zu beschweren
  • Beschweren: Melden Sie sich bei Ihrem Mobilfunkanbieter
  • Löschen Sie die SMS, wenn Sie sie nicht für Beweiszwecke (zum Beispiel für eine Beschwerde) behalten möchten

Weitere Informationen zum Thema finden Sie im Ratgeber der Kapo St. Gallen «Cybercrime – ohne mich!» und bei «Melani», der Melde- und Analysestelle für Informationssicherung des Bundes.