Nun hat auch die SVP die Katze aus dem Sack gelassen und bestätigt am Mittwochnachmittag, dass Ursula Egli ihre Kandidatur für den zweiten Wahlgang der Wiler Stadtratswahlen eingereicht hat. «Wir sind positiv eingestellt, dass wir die rund 100 Stimmen, welche die Parteilose Jutta Röösli aktuell mehr hat, einholen können», sagt Benjamin Büsser, SVP-Fraktionspräsident, gegenüber hallowil.ch. Denn im ersten Wahlgang hatte Egli am 27. September 2914 Stimmen für sich gewinnen können und hat sich damit auf Platz sechs eingereiht. Wäre am 27. September schon der zweite Wahlgang gewesen, hätte sie den Einzug als erste SVP-Vertretung in den Wiler Stadtrat knapp verpasst. Nun war im ersten Wahlgang aber das Absolute Mehr von 3805 Stimmen nötig – Egli haben also 891 Stimmen gefehlt –, also muss Egli wie alle anderen in den zweiten Wahlgang. Ihre Gegenkandidatin Röösli, die sich im ersten Wahlgang auf Platz fünf eingereiht hatte, hat nur einen kleinen Vorsprung von 93 Stimmen. 

Doch was genau hat die vierfache Mama, Bäuerin und Kantonsrätin dazu bewegt, nun auch im zweiten Wahlgang zu kandidieren? «Es war eindeutig mein Resultat im ersten Wahlgang», sagt Egli. Schliesslich habe sie eine beachtliche Stimmenzahl erreicht. «Ausserdem haben die Bürger erkannt, dass im Wiler Stadtrat ein Wechsel stattfinden muss», führt sie weiter aus. Dies zeige auch die Tatsache, dass im ersten Wahlgang keiner der amtierenden Stadträte wiedergewählt wurde. Ausserdem hätten es ihre Wähler nicht verstanden, wenn sie im zweiten Wahlgang nicht noch einmal antreten würde. «Nach dem ersten Wahlgang habe ich noch mehr Zuspruch als im Wahlkampf davor gespürt», erzählt Egli. Sie bekomme nun Unterstützung von anderen Kreisen, von denen sie bisher noch nichts gehört habe. Das alles seien Gründe, die sie motoviert hätten, noch einmal ins Rennen zu steigen. Sie selbst schätze ihre Wahlchancen nach wie vor als intakt ein. «Wobei es im zweiten Wahlgang eine neue und offene Ausgangslage geben wird», meint Egli. Sie gehe davon aus, dass die Verteilung der Stimmenzahlen wieder anders aussehen werde.