Die Leitplanken, welche sich der Uzwiler Gemeinderat gibt, sind klar definiert: Es soll ein freies Eigenkapital von 10 Millionen Franken bestehen und die Verschuldung die 30-Millionen-Franken-Marke nicht übersteigen. Nach der letztjährigen Steuerfuss-Senkung um sieben Prozentpunkte auf 133 Prozent gebe es hinsichtlich des kommenden Jahres «kein Potenzial» für eine weitere Reduktion, schreibt die Gemeinde in der Botschaft zur Budget-Bürgerversammlung am 26. November.

Ganz grundsätzlich sei die Uze-Gemeinde im kantonalen Vergleich «atypisch» unterwegs. «Wir investieren sehr viel in die öffentliche Infrastruktur, erneuern und bauen. Damit steigen auch Finanzbedarf und Verschuldung», lässt sich Gemeindepräsident Lucas Keel zitieren. Der Finanzmarkt erlaube dies, da Geld langfristig zu günstigen Konditionen aufgenommen werden könne. Damit lasse sich eine vorübergehende Verschuldung finanzieren.

Neues Zentrum: Pläne liegen bald auf

Für das nächste Jahr budgetiert der Gemeinderat bei einem Aufwand von rund 62,7 Millionen einem Gewinn von 134'000 Franken – also eine schwarze Null. Eingerechnet sind die 800'000 Franken Gewinn der Technischen Betriebe und Investitionen von 7,67 Millionen Franken. Rund ein Drittel davon fliesst in die Neugestaltung des Uzwiler Zentrums. Dieses Projekt wurde in den vergangenen Jahren durch den Kanton aufgegleist. Es umfasst den Abschnitt der Bahnhofstrasse von der Bahn-Unterführung über die Zentrums-Kreuzung bis zum Benninger-Parkplatz. Die Gesamtkosten sind mit fünf Millionen Franken veranschlagt, wobei sich die Gemeinde und somit deren Steuerzahler mit 2,6 Millionen Franken zu beteiligen haben. Voraussichtlich Anfang 2019 soll das Projekt öffentlich aufgelegt werden. Spätestens dann werden auch Details zum Inhalt der Neugestaltung publik. Wann genau die Umsetzung erfolgt, steht noch nicht fest.

Weitere Kostentreiber im kommenden Jahr sind die Neugestaltung des Dorfes Niederstetten, wo die Salenstrasse saniert werden muss. Dafür werden 1,5 Millionen Franken ins Budget genommen. Auch die Verlegung des Hueberbachs in Uzwil kostet einen siebenstelligen Betrag. Das zentrumsnahe Areal wird dadurch besser nutzbar. Die künftige Bauherrschaft wird sich mit 300'000 Franken an den gesamthaft 1,2 Millionen Franken beteiligen.

Photovoltaik-Anlage für die Uzehalle

Aus dem Investitionsplan geht zudem hervor, dass im Jahr 2020 die Sanierung der Uzehalle ansteht. Die Kosten sollen sich auf knapp fünf Millionen Franken belaufen. 1,6 Millionen sind für die Sanierung des Hallendachs vorgesehen. Weitere 2,3 Millionen braucht es für die Fassaden und eine Million für eine Photovoltaik-Anlage. Die letzten beiden Punkte fallen zulasten einer Spezialfinanzierung Energie. Hauptsächlich wegen der Sanierung der Uzehalle sind die Investitionen im Jahr 2020 mit gut 8,3 Millionen etwas höher aus als 2019.