Eigentlich hätte der neu geschaffene Begegnungsplatz «Lindenring» im Uzwiler Zentrum am «glüehwii sunntig» vom 12. Dezember, dem traditionellen Anlass des Uzwiler Geschäftszentrums, offiziell eröffnet werden sollen. Mit vielen fröhlichen Menschen, mit Glühwein und Musik. Wie so vieles gerade wieder ist auch dieser Anlass Corona zum Opfer gefallen. Guido Gehr bedauert das. Er wohnt ein paar Steinwürfe vom neuen «Lindenring» entfernt. Und so war er stellvertretend für die Bevölkerung dabei, als das Band für den neuen Ort im kleinen Kreis symbolisch durchschnitten wurde.

Als quasi erweiterter Vorplatz der neuen Überbauung Birkenhof und als neues Gegenüber des Gemeindehauses entstand die neue Fläche für die Öffentlichkeit. Ein leicht erhöhter Ort, gesäumt und eingefasst von einem Ring aus 16 prächtigen Winterlinden. Eine freie Fläche als Ausgleich zu mehr städtischer Dichte im Zentrum. Aktuell sind die Linden adventlich geschmückt, um Freude zu bereiten. Roger Peter, Geschäftsführer der Benninger Immobilien AG, freut sich über den neu geschaffenen Ort: «Es ist ein würdiger, schöner und stimmungsvoller Platz, eine attraktive Nachbarschaft und geschätzte Ergänzung zum Birkenhof.»

Festplatz

Die neue Fläche ist eingerichtet, um Veranstaltungen aller Art durchzuführen. Stromanschlüsse sind vorhanden, sie ist beleuchtet und von der Seite der Uze her befahrbar, um bei Anlässen einzurichten. Jrène Chiavi, Präsidentin des Uzwiler Geschäftszentrums, meint denn auch: «Wir freuen uns auf die neue Fläche. Sie hat Potenzial und ist überraschend gross. Als Geschäftszentrum überlegen wir uns, mit welchen Aktivitäten wir Leben in den «Lindenring» bringen können». Natürlich ist ihr die Enttäuschung darüber anzumerken, dass der «glüehwii sunntig» als erster solcher Anlass nicht stattfinden konnte. Sie meint aber kämpferisch: «Sobald die Coronasituation es zulässt, werden wir einen Anlass im «Lindenring» auf die Beine stellen.»

Ein Mosaikstein

Der «Lindenring» ist ein weiterer Mosaikstein in der Uzwiler Zentrumsentwicklung. Weitere werden mit der Aufwertung der Bahnhofstrasse und dem neuen «Schifflipark» im Geviert Birkenstrasse – Widenweg – Konsumstrasse dazu kommen. Gemeindepräsident Lucas Keel meint denn auch: «Die dynamische Entwicklung beinhaltet Chancen fürs Uzwiler Zentrum und darüber hinaus für den Lebensraum. Wer lange nicht in Uzwil war, wird den Ort nicht mehr wiedererkennen und positiv überrascht sein.» Und so ist kaum erstaunlich, dass zwischen seinen Worten Freude und auch etwas Stolz aufs Erreichte mitschwingt.