Die Playoffs werden in diesem Jahr alles andere als normal sein. Einerseits werden die Partien ohne Zuschauende ausgetragen, anderseits fällt die Titelentscheidung auf neutralem Boden – und zwar in der Stadt Uster. In der Sporthalle Blue Point werden innerhalb vom nächsten Wochenende alle Halbfinal- und Finalspiele ausgetragen. Am Sonntagnachmittag steht dann der NLA-Schweizermeister fest. Die Chancen auf eine Titelverteidigung sind für Uzwil intakt. Doch die Konkurrenz ist stark – wahrscheinlich noch stärker wie beim letzten Meistertitel. Alles läuft auf hart umkämpfte Playoffspiele aus. Es darf wortwörtlich ein «Meisterkampf» erwartet werden.

Im Halbfinal trifft Uzwil auf Yverdon. Ein Favorit ist zwischen den beiden Mannschaften nicht auszumachen. Viel mehr stehen die Zeichen auf eine ausgeglichene Partie. Die Westschweizer könnten ihre Vorteile eher bei den Männerspielen haben, die Ostschweizer hingegen eher bei den Frauenspielen. Ein wichtiger Faktor werden die ausländischen Spieler*innen sein. Wer darf coronabedingt einreisen? Und wer muss allenfalls verletzungsbedingt kürzertreten? Gerade bei Uzwil gibt es da einige Fragezeichen. Der Ukrainer Artem Pochtarev und der Kroate Zvonimir Durkinjak fehlten zuletzt wegen Verletzungen. Beide sind mittlerweile aber wieder im Training und könnten grundsätzlich für die Playoffs eingesetzt werden. Ansonsten kann Spielertrainer Iztok Utrosa auf seine Stammspieler zählen. Insbesondere die Nationalspieler Milena Schnider, Julien Scheiwiller und Nicolas A. Müller sind heiss auf den Titelkampf und auch die einheimischen Sereina Hofstetter und Ramon Kropf sind für den grossen «Meisterkampf» gerüstet.

Im anderen Halbfinalspiel treffen Argovia und Zürich aufeinander. Diese Partie startet am Samstag um 14 Uhr. Im Anschluss folgt die Begegnung zwischen Uzwil und Yverdon. Diese beginnt frühestens ab 17.30 Uhr. Alle Playoffspiele können live im Internet mitverfolgt werden. 

Matthias Zindel, Badmintonclub Uzwil