Nur gerade der Holländer Robin Tabeling figurierte als ausländische Verstärkung im Aufgebot der Uzwiler. Cheryl Seinen und Kim Bruun standen hingegen an den Scottish Open im Einsatz. Das sollte die Chancen der Uzwiler jedoch nicht schmälern. Weil die Mannschaft zeigte diese Saison schon mehrfach, dass auch die Schweizer Spielerinnen und Spieler durchaus in der Lage sind in die Presche zu springen. Besonders an diesem Wochenende hätte man dies erwartet, wo vermeintlich schwächere Gegner warteten. Doch für einmal schafften es die Uzwiler nicht zu überzeugen. Es fehlte der Mannschaft am nötigen Biss – und auch an der sonst so gewohnten Überzeugunskraft.

Im Auswärtsspiel gegen Yverdon gingen überraschend die beiden Männerdoppel verloren. Auch der Weltklassespieler Robin Tabeling blieb auf der Strecke und verlor seine beiden Matches. Immerhin schnupperte Nicolas A. Müller kurz an der Sensation, als er noch den ersten Satz gegen die Weltnummer 37 gewann. Einen persönlichen Erfolg feierte Julien Scheiwiller, indem er erstmals Routinier Anthony Dumartheray bezwang.

Im Heimspiel gegen Lausanne überzeugten Nicolas A. Müller und Robin Tabeling mit je zwei Siegen. Die weiteren Teammitglieder zeigten hingegen teils harzige Leistungen. Erstmals kam der 22-jährige Nicolas Müller in der NLA zum Einsatz (nicht zu verwechseln mit Teamkollege Nicolas A. Müller). Im Männereinzel verlor er aber gegen Jungspund Lorrain Joliat. Dieser war der Überraschungsmann der Runde. Der 17-jährige Westschweizer spielt normalerweise in der 1. Liga. Doch motiviert bis in die Haarspitzen lehrte er den Uzwilern das Fürchten. Völlig unbeeindruckt gewann er zuerst im Männerdoppel, dann eben auch im Männereinzel!

In der Rangliste bleibt Uzwil weiter an der Tabellenspitze. Doch die Verfolger konnten aufholen. Tafers und Argovia sind nur noch zwei Punkte hinter den Uzwilern. Nun geht es in die kurze Winterpause. Die zweite Saisonhälfte beginnt am 15. Januar direkt mit dem Spitzenkampf Uzwil gegen Argovia.